Hallo, ihr Lieben!

Es gibt Dinge, über die man nicht gerne spricht. Demenz bzw. Alzheimer gehören definitiv dazu. Sie zeigen uns nicht nur, dass wir bzw. unsere Lieben mit der Zeit älter werden, sondern machen uns macht- und teilnahmslos. Doch wie schnell wird aus einem „Habe ich die Kaffeemaschine heute morgen ausgeschaltet?“ eine ernstzunehmende Krankheit? Und wie viel Platz haben Demenzkranke eigentlich in unserer Gesellschaft?

Spätestens seit „Honig im Kopf“ wurde das Thema vielen von uns wieder in denselben gesetzt. Heute abend zeigt das ZDF den Spielfilm „Mein vergessenes Leben“ mit Robert Atzorn („Unser Lehrer Dr. Specht“). Eigentlich scheint das Leben seiner Filmfigur perfekt. Genug Geld in der Tasche, eine Villa, ein Sportwagen und eine glückliche Familie. Doch Alexander hat Demenz. Unheilbar. Immer wieder treten Lücken im Gedächtnis zu Tage, die dafür sorgen, dass schon bald nichts mehr ist, wie es war.

ZDF/ Hendrik Heiden

ZDF/ Hendrik Heiden

Anstatt aufzugeben, gibt Alexander jedoch Gas. Er beschließt, sich nicht der Krankheit hinzugeben oder gar mit dem Leben abzuschließen, sondern genießt dieses in vollen Zügen. Er nutzt die Krankheit als Chance, alte Freunde wieder zu treffen, verbringt viel Zeit mit seiner Freundin und sieht die Vergangenheit zunehmend als Rätsel an, das es zu lösen gilt.

Wir möchten „Mein vergessenes Leben“ nicht nur den Menschen ans Herz legen, die in der Vergangenheit mit dem Thema Demenz konfrontiert wurden. Sicherlich ist der Streifen für alle interessant, die sich fragen, was passiert, wenn entweder das eigene Gedächtnis oder das Gedächtnis der Liebsten nicht mehr richtig arbeitet. Verdrängen bringt hier sicherlich ebenso wenig wie Trübsal blasen. Alexander macht es richtig. Wir schauen zu. Und lernen.

Liebst,

Conny