Gestern startete also die X. Staffel von „Bauer sucht Frau“ und was vor allem die afrikanische Weite bei der hiesigen Frauenwelt auslöste, überraschte nicht nur die Moderatorin Inka Bause. Die kommentierte das Ganze mit den Worten:„Dieser junge Mann ist ein Fall für unser „Bauer sucht Frau“-Rekordbuch. Er hat die größten Ländereien, die weiteste Anreise und die meiste Post in zwölf Jahren „Bauer sucht Frau“ bekommen!“.

Auch Gerald war erstaunt und erwiderte „Wer hätte gedacht, dass es so viele werden.“ (Anm. der Red.: Ich!)
Projektleiterin Anna (27), Polizistin Andrea (26), Studentin Christine (24), Erzieherin Jennifer (28) und Studentin Reni (24) wurden nacheinander mit dem Bus abgeholt und schon da wurde den Frauen wohl auch klar, dass eine Reise nach Afrika hart werden könnte.

So sprach Kandidatin Anna: „Ich war erst mal sprachlos, „schockiert“ könnte man sagen.“ Die Konkurrentin Reni legte mit den Worten „Im Normalfall sind es doch immer nur zwei. Zwei Millionen Einwohner in Namibia. Ihm läuft keine Frau über den Weg. Da dachte er sich, er lädt sich gleich mal eine Handvoll ein.“ nach.
Da Gerald und die anderen Bauern aber nur jeweils zwei Damen mit auf die Hof Woche nehmen dürfen, wurde kurzerhand ein Speeddating für Geralds Damen einberufen. RTL eben. Zielstrebig und lösungsorientiert.
Christine und Anna dürfen sich auf die Reise freuen. Aus „fünf“ mach‘ „zwei“.

Was aber war noch so los bei Bauer sucht Frau 2017, Teil 1?
Vor allem war eine gehörige Portion Chauvinismus am Start. So erklärte einer der Kandidaten (sorry, ich kann mir Namen erst erfahrungsgemäß ab Folge 5 merken), er suche eine Frau, die ihm die Betten mache. „Ist alles Erziehungssache!“. Ah ja. Hab ich zum letzten Mal bei „Shades of Grey“ in der Art gehört. In einem anderen Zusammenhang. Mit attraktiveren Menschen. Egal. Wer „Bauer sucht Frau“ schaut, muss schmerzfrei sein. Hey, wieder eine Gemeinsamkeit mit „50 Shades“!. Wie auch immer.

Wer übrigens dachte, nur Tutti hätte es bei „Schwiegertochter gesucht“ derzeit schwer mit der Mama, hat gestern nicht „Bauer sucht Frau“ gesehen. Eine der Mamas legt scheinbar höchsten Wert darauf, dass „die Neue“ auch wirklich passt. Und zwar zu ihr. Als würde sie einen Katalog durchblättern, sortiert sie eine nach der anderen aus. Er: „Ach, die sind doch hübsch!“ Sie: „Hmm… hoffen wir mal, dass da noch was kommt.“

Letzten Endes hat dann aber doch jeder seinen Deckel gefunden und es wurde sogar schon geknutscht. Doch halt! Ein Bauer hatte wirklich Pech. „Die eine wollte mich nicht und die andere wollte ich nicht.“ Tja, so ist es eben manchmal. Das ist das Leben. Auch beim RTL.

Doch eines war klar: nüchtern ging beim Scheunenfest sicherlich keiner nach Hause. Dafür sorgte schon „Stimmungskanone“ Bauer Heinrich mit seinem Song „Ladykiller“. Schön wäre hier allerdings eine andere Kameraführung gewesen. Stattdessen: Playback auf MAX, Schwenk in die Menge. Bleibt die Frage: wie schlecht war die Performance, dass sogar RTL nicht auf seinen Kultbauern draufhält? Fragen über Fragen.
Liebst,
Conny