Mit einem Liegestuhl in der Abendsonne: von „nachdenklich“ bis „locker flockig“ – mit Bläsern, mit coolen Texten, mit Unbeschwertheit und mit Chor reiht Mark Forster einen guten Song an den nächsten. Und keiner ist wie der andere.

Einen Fehler begeht jener, der sich an seinem aktuellen Hit „Wir sind groß“ orientiert. Da ist mehr, viel mehr. Und die gute Laune gibt es noch obendrauf. „Tape“ kommt passend zum Sommer. Abgesehen von den nachdenklichen Songs verbreitet das neue Album wirklich eine fröhliche Stimmung. Mit besagtem Liegestuhl in der Abendsonne lässt sich „Tape“ gut genießen.

Das dritte Album hinkt keinem seiner letzten beiden hinterher.

Forster weiß, wo er musikalisch hin möchte: in keine Schublade. Aber deutsch und mit Abwechslung. Und er ist auf dem richtigen Weg. In kürzester Zeit hat er es dafür schon zur EinsLiveKrone gebracht und zum Deutschen Musikautorenpreis für „Au revoir“. Jedes Album ist erfolgreicher als das vorherige. Ein gutes Omen. Und so geht auch „Tape“ in die Top Drei der Charts.
„Wir sind groß“, der Titel der ersten Single, ist dabei absolut symbolisch für den Erfolg des gesamten Albums, das übrigens mit einem schlichten Artwork daher kommt. Minimalistisch, aber überzeugend. Ein Portrait und ein paar Farbverläufe. Das wars. Genial einfach.

Der starke Mark Forster, der zuletzt auch als Jurymitglied bei „The Voice Kids“ sehr präsent war, ist auf seinem Album sehr persönlich. Es singt von Selfies, von der großen Liebe, von guten Momenten, vom Leben und was es mit uns macht. 14 Songs, die überzeugen. Mit leisen Tönen schließt Forster sein Album ab. Der Albumtitel assoziiert eine bunte Mischung an Stilrichtungen wie bei einem Mix-Tape, wie man es früher dem Freund oder der Freundin geschenkt hat, als man seine Lieblingssongs auf einer Cassette aufgenommen hat. Ein mit viel Liebe zusammengestellte Auswahl an berührenden Songs. Danke.