Hallo, ihr Lieben!

Am 23. September erschien das neue Solo Album von Gerd Knebel. Gerd, „der eine von Badesalz“, der unter anderem auch mit seiner Solo-Tour „Wörld of Drecksäck“, die Hallen füllte, zieht es also einmal mehr wieder an die Gitarre. Doch was kann das Album vom neugegründeten Label „Frau Batz“ eigentlich? Wen spricht es an? Und vor allem: lohnt sich ein Kauf?

Keine Frage: Gerd kann nicht „nur“ Comedy.

Immerhin gehörte er vor Jahren auch zu den Musikern, die uns „Erbarme, zu spät“ (die Hesse komme) geschenkt haben. Wer jetzt aber denkt, bei „The Knebells“ handele es sich um lustige Pop-Lieder für den Mitschwing-Fuß, der irrt. Das Album ist anders, tiergründiger und teilweise wirklich, wirklich mit tiefschwarzem Humor versehen.
Ich steige ins Cabrio, drehe auf, höre die CD zum ersten Mal. Lautstärke mittel bis laut. Schwerer Fehler. An der Ampel neben mir scheint sich ein Kind über die Zeile „…selbst wenn aus deinem Schwanz eine Orchidee blüht“ zu wundern. Mit Songs wie „Rockstar“ oder „Du bist blöd“ sprechen the Knebells jedoch genau das an, was wir doch alle insgeheim immer mal wieder denken. „Dicke Mütter“ bringt mich zum Schmunzeln, spätestens bei „Landmädchen“ hat er mich.

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The Knebells/ Gerd Knebel

Die Songs auf dem Album haben auf eine ganz besondere Weise ihren Ohrwurmfaktor. Teilweise grungig, teilweise rockig… und immer mit dem Gefühl, das sich hier einer traut, das zu sagen, was andere eher verschweigen würden. Und hier liegt auch sicherlich das Geheimnis der Platte. The Knebells erhebt, meiner Meinung nach, nicht den Anspruch, in ein Raster zu passen. Im Gegenteil. Teilweise extrem böse, entlarvend und offen bin ich mir sicher, dass einigen Hörern das Lachen im Hals stecken bleiben wird, auf keinen Fall also mit Alben wie „Es wird Zeiten geben“ von Henni zu vergleichen. Aber hey… das ist auch gut so!

Wer also Lust auf ein wenig Grunge, Rock und eine Stimme mit Wiedererkennungswert im Mix mit schwarzem Humor hat, kommt um „The Knebells“ nicht mehr herum. Einige Lieder muss man öfter hören, andere gehen sofort ins Ohr. Gerd mit „Badesalz“ gleichzusetzen, wäre hier ein fataler Fehler. Fakt ist: hier handelt es sich um einen Musiker, der hörbar Spaß an seiner Arbeit hat.

Meinungen gehen sicherlich immer auseinander. Rocktimes.de schreibt hier, dass das neue Label beim nächsten Mal doch bitte ein wenig „entspannter“ bzw. „relaxter“ zur Sache gehen solle. Wir sagen: Gerd, bleib der Rockstar, den wir mit The Knebells neu kennengelernt haben! … Nix entspannd doch mer, wie eh ordentlisch Gidarr.

So, und nun noch ein paar Links zu eurer kulturellen Bildung.

Zu Gerds und Hennis Label „Frau Batz“ geht es hier lang!

Zu Gerds Homepage hier lang!

Für alle aktuellen Badesalz-Termine zur Tour hier!

Liebst,

Conny


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