Otto Waalkes: „Ich brauche einfach den Applaus!“ – Das Ostfriesen-Interview mit Niveau-Klatsch

Hallo, ihr Lieben!
Wir lieben ja all unsere Interviewpartner,… aber ein echtes „Urgestein“ interviewen zu dürfen, ist dennoch immer wieder etwas ganz Besonderes.
Otto, mit dem wir doch irgendwie alle aufgewachsen sind, ist aktuell mit seinem neuen Programm „Holdrio again!“ auf Tour. Grund genug, den wohl bekanntesten Ostfriesen einmal mit Fragen zu bombardieren.
Kurzum: es war mir ein inneres Gänseblümchenpflücken. Danke!
Liebst,
Conny

Conny: „Wie hoch ist eigentlich der Druck, wenn man auf eine so lange Karriere zurückblicken kann, dass auch die neue Show gut ankommt?“
Otto: „Ich bin jedes Mal wieder aufgeregt, ob die Leute die neuen Scherze mögen. Aber gerade deshalb liebe ich Live-Auftritte ja so sehr, weil ich dann eben sofort sehe, wie es ankommt, ob die Leute lachen, weinen oder schon gegangen sind, wenn die Nummer vorbei ist.“

Conny: „Worum geht es in „Holdrio again“?“
Otto: „Um Otto. Um Ostfriesland, um meine Ottifanten. Um Hänsel und Gretel. Um Sid aus "Ice Age". Ums Singen und Scherzen und darum, den Menschen einfach mal wieder "holdrio" zu sagen!“

otto_walkes_DanielReinhold_Copyright_RuesslMusikverlagGmbHConny: „Wie kann es zum Titel und weiß Howie davon?“
Otto: „Ich sag doch ständig „Holdrio“ und jetzt eben wieder! Passt also perfekt. Howard muss es auch gefallen haben, ich hab gehört, er hat fand es sogar so gut, dass er es gleich übersetzt hat: "Hello Again". Er wollte es so unbedingt auch dem englischsprachigen Publikum zugänglich machen. Toll, was?“

Conny: „Wie entsteht ein solches Programm? Setzen Sie sich hin und schreiben los? Was inspiriert Sie?“
Otto: „Man muss doch einfach nur die Augen offen halten, dann sieht man schon all die verrückten Dinge da draußen, die es wert sind, völlig veralbert zu werden.“

Conny: „Wie wichtig ist das Lachen generell heutzutage? Aufgrund der Lage in der Welt vielleicht wichtiger als früher?“
Otto: „Lachen ist immer wichtig. Wenn die Menschen immer mehr Grund dazu haben, muss ich wohl immer weiter machen. Bei Weltfrieden wären wohl alle Komiker arbeitslos. Das kann doch niemand ernsthaft wollen.“

Conny: „Worüber können Sie so gar nicht lachen und gibt es Otto mit schlechter Laune überhaupt?“
Otto: „Wenn ich die weltpolitische Lage so betrachte, kann mir schon mal mulmig werden. Ich sehe aber auch, dass ich in dieser Zeit eben umso mehr gebraucht werde. Oder glauben Sie, es ist Zufall, dass ich ausgerechnet in dem Jahr von Dagobert Trumps Amtsantritt gleich zweimal auf Tournee gehe?“

Conny: „Auf Ihrer Homepage steht, dass Sie aus „Notwehr“ Komiker wurden? Wie ist das zu verstehen?“
Otto: „Ich war doch immer der Kleinste in der Klasse, selbst als Ostfriese in Ostfriesland, das will schon was heißen. Da muss man doch irgendwie auf sich aufmerksam machen!“

Conny: „Auftritte vor Live-Publikum oder TV-Arbeit in Kinofilmen… was macht Ihnen am meisten Spaß?“

Otto: „Am besten ist für mich immer der Auftritt live vor dem Publikum. Ich liebe das direkte Feedback. Ich brauche einfach den Applaus und die entsetzten, enttäuschten Gesichter.“

Conny: „Was hat sich in der Medienlandschaft verändert, seit Sie angefangen haben?“

Otto: „Es gibt heute sehr viel mehr Kanäle, über die man sich präsentieren kann. Das macht es natürlich einfacher, zu zeigen, was man so drauf hat. Hätte es zu meiner Anfangszeit schon Youtube gegeben, hätte ich mich da ganz sicher auch ausgetobt. Andererseits ist es heute in der Masse eben auch viel schwieriger, gesehen zu werden.“

Conny: „Über welche Komiker/ Schauspieler können Sie so richtig lachen?“
Otto: „Ich mag Steve Martin und ich war und bin noch immer ein großer Fan von Robin Williams. Aber der Nachwuchs kann auch was. Kennen Sie Nico Semsrott? Der ist tierisch stark.“

Conny: „Was bedeutet Glück für Sie?“

Otto: „Die Liebe! Die Ehe! Die Scheidung! Je nachdem eben.“

Conny: „Was planen Sie, neben „Holdrio again“ noch für 2017?“

Otto: „Ich plane eine kleine Überraschung! Und dann arbeite ich noch an meiner nächsten Vernissage, seit einigen Jahren male ich ja auch sehr viel. Das ist das einzige, was ich je richtig gelernt habe. Hätte ich vorher gewusst, dass das so gut ankommt, hätte ich den ganzen Quatsch auf der Bühne gar nicht machen müssen!“

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