Night of the Proms – das Klassik-Pop-Rock Spektakel 2017

Hallo, ihr Lieben!

Einige Termine in unserem Kalender lassen wir uns nicht entgehen. Daher war auch klar, dass Niveau-Klatsch 2017 selbstverständlich wieder bei Night of the Proms dabei ist. Anscheinend sind wir jedoch nicht die Einzigen, die sich für diese Reihe begeistern können. Immerhin war die Lanxess Arena in Köln nahezu ausverkauft. Ein Punkt, der klar für den Erfolg des Formats spricht. Unser Fazit: bis auf ein paar „Baustellen“ eine wirklich gelungene Veranstaltung. Mal wieder.

Ein Vergleich zu den Shows früherer Jahre

Als charakteristisch empfinden wir es mittlerweile, dass sich die positive Stimmung in der Halle erst im Laufe der Zeit so richtig aufbaut. Das erklärt vermutlich auch, weswegen des die Stimmungskanonen von Culcha Candela ein wenig schwer hatten, die Massen zum Mitgroven zu bewegen. Trotz „tiefgründigen“ Songtexten wie „Dein Arsch bewegt sich von allein…“ tat er DAS wohl anfangs nicht. Da mussten die Künstler sich auf der Bühne schon ein wenig abrackern. Doch irgendwann war auch der Letzte aus der Reserve gelockt.

Auffällig war dennoch, dass der Anteil klassischer Musik ein wenig minimiert wurde und der Pop-Rock-Part nun die Überhand gewonnen hat.

Eine beeindruckende Nachwuchskünstlerin: Emily Bear

Keine Frage: Emily Bear hat uns berührt. Mitten ins Herz getroffen. Sie ist erst 16 Jahre alt, schaffte es jedoch „wie die Großen“ Pop und Klassik miteinander zu verbinden. Ihren zweiten Auftritt hat sie dann zu späterer Stunde gemeinsam mit John Miles. Dürften wir nur ein Highlight des Abends benennen: ja, wir würden ihren Namen sagen.

Altbekannte…

Peter Cetera kennen viele von uns noch als Musiker von Chicago. Und ja: er kann es immer noch. Unvergessen sein „If You Leave Me Now“ oder „Hard To Say I’m Sorry“… Songs zu denen sicherlich etliche Beziehungen gekittet – oder zum endgültigen Scheitern verurteilt wurden. Später bringt er die Halle noch mit einem wunderschönen Medley zum Beben.

„I’ll tell you what I want…“

Jaaaa, auch sie war da: Mel C aka Sporty Spice! Schnell wird klar: die Spice Girls Zeiten sind nicht vergessen, aber vorbei. Die Sängerin ist gewachsen, überzeugt auch (und gerade) als Solokünstlerin und verfügt durchaus über das Potenzial, gemeinsam mit Bühnenhelden wie John Miles zu bestehen.

Roger Hodgson bringt dem Brit Pop in die Arena

Roger Hodgson kennen wir noch von der Formation Supertramp. Er gibt Klassiker wie „Breakfast in America“ und „Give A Little Bit“ zum Besten und überzeugt nicht nur durch seine Stimme, sondern auch durch seinen Einsatz an der Gitarre und am Piano.

Fazit

Generell ist Night of the Proms keine Veranstaltung, die sich hinter anderen ihrer Art verstecken muss. Vielleicht sind es auch die eingangs erwähnten Baustellen, die das Event so sympathisch macht. Dieses Mal haben wir uns jedoch dann doch -trotz der Professionalität der Künstler- über den ein oder anderen schiefen Ton gewundert. Während Mel C auch in dieser Hinsicht brillierte, hüpfte die ein oder andere Stimme dann doch an Stellen, an die sie nicht hingehörte. Festzuhalten gilt jedoch, dass es sich hierbei um ein „Meckern“ auf hohem Niveau handelt und eventuell von uns vor der Bühne deutlich mehr wahrgenommen wurde als von der tanzenden Masse in der Halle. Auch die Übergänge von einem zum anderen Act hätten, unserer Meinung nach, ein wenig harmonischer ablaufen können.

Alles in allem hat uns NotP jedoch auch in 2017 wieder restlos überzeugt. Wir freuen uns schon auf 2018!

 

 

 

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