Gestern wurde es im zakk einmal mehr spannend, denn: Torsten Sträter (hier geht’s zu unserem Wacken-Interview mit Torsten) feierte Vorpremiere zu seinem Programm „Schnee, der auf Ceran fällt“. Angelehnt an „Schnee, der auf Zedern fällt“ zeigte sich, dass sich der Titel nicht im Inhalt wiederspiegeln sollte. Aber ist nicht genau das auch das Erfolgsgeheimnis anderer, bedeutender Werke?

Sträters Vorpremiere hatte genau das, was sich die Fans von einer Veranstaltung dieser Art erwarten: den Anspruch, sich mitzuteilen, sich auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, welche Passagen denn in die endgültige Show übernommen werden… und welche nicht.

Bereits zur Pause zeigte sich jedoch, dass die Besucher begeistert waren. Nicht nur von den Geschichten über seinen Sohn, sondern auch von einer kurzen Passage über Käse, von der Sträter – laut eigener Aussage – selbst nicht wusste, ob er sie noch irgendwo einfügen könnte, da sie nicht passe und er sie deswegen nur auf Papier dabeihabe.

torsten_straeter_2019_zakk_duesseldorf

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Locker, ohne Pathos aber mit ganz viel Ehrlichkeit

Wer in der Vergangenheit bereits eine Lesung bzw. Show von Sträter besucht hat, weiß, dass es für viele der Mix aus Selbstironie und einer nahezu unverwechselbaren Stimme ist, die dafür sorgte, dass die Fanbase des gelernten Herrenschneiders im Laufe der Jahre immer größer wurde.

So verzeiht es ihm auch das Publikum, dass er sich in das neue Programm zunächst „reinpimmeln“ muss, um kurz danach schon für die ersten Lachtränen zu sorgen. Egal, ob über sein Erlebnis mit Campino im ICE oder über Depressionen, von denen er nun geheilt ist, unter denen er jedoch in der Vergangenheit litt oder einfach nur darüber, dass eine Tonne Zucker 600 Euro kosten: es braucht nicht immer fließende Übergänge, um einen Abend zu etwas Besonderem zu machen.

Fazit

„Schnee, der auf Ceran fällt“ dürfte die Grundlage für viele ausverkaufte Abende bilden… und das nicht nur, weil Ehrlichkeit und intelligenter Humor hier direkt aufeinandertreffen, sondern auch deswegen, weil immer wieder dieses „Er ist einer von uns“ über dem Publikum wabert. Vor allem dann, wenn Sträter beschreibt, dass er das Alpaka seines Freundes zur Not auch zum Tierarzt fahren würde… auf dem Rücksitz.

Alle Infos zu Torsten, seiner Show und den kommenden Terminen findet ihr auch hier!

Liebst,

Conny