Hallo, ihr Lieben!

Am Samstag war es soweit! Sparta wurde kurzerhand in den Pott verlegt und das Spartan Race lud entsprechend mutige, sportliche und durchgeknallte Menschen dazu ein, ihre Fitness auf einer Strecke, gespickt mit zahlreichen Hindernissen, unter Beweis zu stellen. Im feierlichen Gedenken an „300“, Leonidas und mit ordentlich „Schiss inner Bux“ machten wir uns auf den Weg zur Location, der Regattabahn. Alles halb so schlimm? Immerhin sind wir doch dreifache Mudder! Weit gefehlt! Der durchschnittliche Spartane setzt teilweise auf deutlich andere Kompetenzen als der Mudder von Welt. Beide Events haben ihren Reiz und machen uns süchtig. Dennoch ist der Spartan vor allem mit Hinblick auf die Fitness ein anderes Kaliber.

Die Teilnehmer

Die Hobby- und Profisportler, die sich auf den Weg zur Sprint- bzw. Super-Strecke machen, sind fit. Extrem fit. Vor allem der Elite-Truppe würden wir es zutrauen, dass diese einen Büffel mit der bloßen Hand fangen können. Hier lag Testosteron in der Luft. Frei nach dem Motto: „Wer braucht schon ein Shirt?“ ging hier ordentlich die Lutzi ab. Der König der Perser wäre vor Angst davongerannt. Dennoch: wer sich „Elite“ nennen möchte, muss auch zeigen, was er auf dem Kasten hat. An den Hindernissen ist für diese Sportasse keine Hilfe erlaubt. Wände und Co. müssen vollkommen allein erzwungen werden… nicht, dass es ihnen etwas ausgemacht hätte… .

Der Teamgeist

Keine Frage: beim Spartan geht es um die Zeit. Auch wenn unser Anheizer beim Einschwören unter anderem theatralisch sagte: „Steht füreinander ein!“ schien genau das für viele eine Floskel zu sein. Wie sonst wäre es zu erklären, dass drei Mädels allein vor einer vier Meter Wand stehengelassen werden und ein Teilnehmer statt zu helfen schnell allein hinüber springt? Beim Tough Mudder unvorstellbar… hier eher Standard. Fairerweise müssen wir aber auch sagen, dass die Intention dieses Rennens eben eine vollkommen andere ist. PS.: Wir sind, Räuberleiter sei Dank, rübergekommen. Grüße an den „Gentleman“!

Die Preise

Der Preis für ein Ticket steigt, je nachdem, wie früh oder spät ihr selbiges bucht. Generell liegt der Spartan aber mit seinem Level hier auf dem Niveau der anderen Anbieter. Für das Rennen, das beispielsweise im Mai nächsten Jahres in Wien stattfindet, zahlt ihr am Renntag 100 EUR. Würdet ihr heute buchen, wären es 49,00 EUR. Zuschauer zahlen nichts, kommen aber in den Genuss einiger Hindernisse. Auch die Parkgebühren hielten sich, zumindest in Duisburg im humanen Rahmen. Für einen gepfasterten und übersichtlichen Platz musstet ihr 5,00 EUR zahlen. Absolut in Ordnung! Am Ende gab es für jeden Teilnehmer Wasser, Fassbrause, Bananen, eine Medaille und ein Finisher-Shirt.

Die Hindernisse

Anders als beim Tough Mudder sind die Hindernisse beim Spartan keine wirkliche Herausforderung für eure Psyche. Hier gibt es keine Platzangst oder dunkle Gänge. Dafür ist eure Fitness bis zum Anschlag gefragt. Autoreifen schleppen, Eisenketten tragen, Wände erklimmen, längere Strecken schwimmen… ja, ihr solltet in vielerlei Hinsicht vorbereitet sein und definitiv auf die Trainingspläne nutzen, die euch der Veranstalter, beispielsweise über facebook, zukommen lässt. Unklug ist es nicht, gerade beim Training in verschiedene Richtungen zu denken. Vor allem deshalb, weil vorher keine Parcoursübersichten herausgegeben werden. „Schlag den Raab“ in klein also.

Die Verpflegung auf der Strecke

Auch hier ging es eher puristisch zu. Wahrscheinlich liegt es an meiner eigenen Fitness, dass ich nach circa acht Kilometern nur noch Hunger hatte und mir die Waffeln vom Verpflegungsstand beim Tough Mudder gewünscht habe. Andere schienen das Essen zwischendurch überhaupt nicht zu vermissen und kippten sich genüsslich das stille (und ausreichend vorhandene) Wasser hinter die Binde. Ich kann mir nicht vorstellen, die Beast-Distanz ohne einen Happen zu überstehen, vor allem dann nicht, wenn die Strecke wie am Samstag an einer Pommesbude (!) vorbei führt.

Fazit

Der Spartan-Lauf war, vor allem im Vergleich zum runterra und dem Tough Mudder, für mich der bisher härteste Lauf. Einen Kilometer vor dem Ziel das Gefühl zu haben, nicht mehr mitmachen zu können, weil die Lunge noch bei Kilometer 9 liegt und wohl auch die letzte Portion Ehrgeiz mitgenommen haben muss, hatte ich noch nie. Dennoch: wir haben es geschafft! … und ich habe meinen persönlichen Gegner gefunden: Spartan, du siehst mich wieder!… dann im Beast-Modus!

Arooooooo,

Conny

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