Gestern veröffentlichte die Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Henrich Böll Stiftung, Otto Brenner Stiftung und der Rosa Luxemberg Stiftung ein Papier, das es in sich hat.
Mehr als jemals zuvor haben die Deutschen ihr Inneres nach außen geehrt und fragen sich, unter anderem, ob Ausländer in ihre Heimat zurückgeschickt werden sollten, wenn die Arbeitsplätze in Deutschland knapp werden oder ob die Bundesrepublik durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet wird.
Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Ost und West aufgegliedert und wirken befremdlich.

Warum denken 51,5 % der Befragten, dass Sinti und Roma zur Kriminalität neigen? Oder warum sind 40,1 % der Ansicht, dass es „ekelhaft“ sei, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssen.

Wo ist das Deutschland hin, das ich kenne? Das Deutschland, wo sich jeder entfalten kann (und darf) ohne dafür von irgendwelchen Unverbesserlichen angepöbelt oder gar bespuckt zu werden?
Liegt es an unserem Rechtssystem, dass Falschparker intensiver verfolgt werden als Straftäter oder Hassprediger? Immerhin schafft es der radikale Salafisten-Prediger Sami A. seit zehn Jahren, seine Abschiebung nach Tunesien zu verhindern, weil der deutschen Gesetzgebung die Mittel zur Durchführung fehlen.
Aber mal ehrlich: wie sollen es unsere Kinder „richtig“ lernen, wenn sich Erwachsene freiwillig zum Rudelkämpfen vor, bei und nach Fusßallspielen treffen und dabei Unschuldige einfach mal plattmachen?
Ich könnte diese Liste fortführen, aber ist es nicht sinnvoller, diese Welt und auch das nach rechts gerückte Deustchland wieder bunt und offen zu machen?
Wo wären wir Deutschen heute ohne die vielen ausländischen Mitbürger, die schon in den 60er Jahren in die Fabriken kamen, weil Deutschland zu wenig Arbeitskräfte hatte? Möchtet ihr etwa auf Döner, Pizza und Co. verzichten, ausländische Firmen, die von Sinits, Romas, Juden, Schwulen, Chinesen geführt werden alle aus unserem Land vertreiben?
Es ist nicht alles gut, was in diesem Land passiert, wenn wir nicht der Intoleranz begegnen wird es bestimmt nicht besser!