„Fragmente eines Ängstlichen“: Neuer Roman von Stephan Kaluza

„Fragmente eines Ängstlichen“: Neuer Roman von Stephan Kaluza
„Fragmente eines Ängstlichen“: Neuer Roman von Stephan Kaluza/ Bild Stephan Kaluza)

Stephan Kaluza lebt in Düsseldorf und ist nicht nur Autor, sondern zudem auch Künstler in den Bereichen Fotografie und Malerei.

Eines seiner berühmtesten Kunstprojekte war das „Rhein-Projekt“, bei dem er zu Fuß den Fluss entlangging und insgesamt 50.000 Fotos von der gegenüberliegenden Seite schoss. So entstand eine fünf Kilometer lange Fotostrecke.

Aktuell macht Kaluza wieder als Autor von sich hören. In seinem neuen Werk betritt der Leser eine Welt voller Tiefen und seelischer Abgründe einzelner Figuren.

Ein Blick in den Roman – was steckt hinter „Fragmente eines Ängstlichen“?

Eine der Figuren aus „Fragmente eines Ängstlichen“ ist Renard Castner, der durch ein Kindheitstrauma zum Hypochonder und Kontrollfreak wird.

Selbst mit 57 Jahren erinnert er sich noch daran, wie er Vögel in einer Fabrikhalle erschoss und seitdem plagt ihn sein Gewissen mit dem Gedanken daran, sinnlos gemordet zu haben. Ob ein Treffen mit dem Anthropologen Pollock, der an einem Genozid beteiligt war, etwas ändern wird?

In Paris lernt der Leser Sahin kennen. Sahin ist Bewässerungsingenieur, der eine unbekannte Frau mit auf sein Hotelzimmer nimmt. Schnell stellt sich heraus, dass er gerade das hätte nicht tun sollen.

Danach begleitet der Leser Aní und ihren Stiefvater beim Drogenschmuggel in Panama auf dem Rio Chucunaque.

Der Stiefvater ertrinkt im Fluss, während Aní regungslos zusieht.

Zu guter Letzt wird der Leser Zeuge, wie Putzfrau Ina Zeichnungen in die Haut eines Toten ritzt und anschließend einen mörderischen Roadtrip beginnt und ein Mann einen Gullydeckel öffnet, um sich dann an einem Fluss mit scheinbar endlosem Sandmeer zu befinden.

Augenscheinlich haben all diese Geschichten keinen Bezug zueinander. Dies liegt daran, dass der Zusammenhang aller Storys im zweiten Teil von „Fragmente eines Ängstlichen“ erklärt wird.

Dabei spielen die Namen Castner und Pollock eine wichtige Rolle. Sie erinnern sehr an Castor und Pollux, die Schutzpatronen der Seefahrer in der Antike.

Stephan Kaluza erklärt: „Wasser, ob im Ozean, im Fluss,  in der Tropfsteinhöhle oder im Putzeimer, ist das verbindende Element aller Handlungsebenen in meinem Roman.

Es sind also nicht Verwandtschaften oder Gesellschaften, die den Plot verknüpfen, sondern ein Element, das sich überall und in allem wiederfindet, zu jeder Zeit.“

Dem Künstler geht es nicht nur um den Zusammenhang aller Geschichten. Er konzentriert sich vielmehr auf die existenziellen Fragen des Menschseins. Auf insgesamt 400 Seiten erlebt der Leser eine Reise durch verschiedene Länder und eine verrückt-bizarre Handlung.

 

Liebst,

Julia

 

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