Am Montagabend (15. Juni 2020) haben sich Trickbetrüger als „Falsche Polizisten“ ausgegeben und einen Senior im Stadtteil Bockum um mehrere zehntausend Euro gebracht.

Gegen 21 Uhr rief ein Mann bei dem 90-Jährigen an und gab sich als Polizeibeamter namens „Markus Stahl“ vom Raubdezernat aus.

Der Anrufer teilte ihm mit, dass die Polizei seine persönlichen Daten auf der Liste eines Einbrechers gefunden habe und nun seine Vermögenswerte fotografisch gesichert werden müssen.

Kurz darauf erschien ein Mann an der Anschrift des Krefelders, fotografierte dessen Wertsachen und verabschiedete sich wieder.

Noch am selben Abend erhielt der 90-Jährige einen weiteren Anruf. Die Fotos seien von schlechter Qualität, weshalb der Mitarbeiter erneut vorbei kommen müsse, um den Vorgang zu wiederholen. Wenig später stand derselbe Mann vor der Tür. Er gab an, dass er bei den schlechten Lichtverhältnissen keine guten Fotos mehr machen könne. Er müsse die Wertsachen mitnehmen und werde sie ihm am folgenden Tag zurückbringen. Der Senior folgte der

Bitte des Mannes und händigte ihm die Sachen im Wert von mehreren zehntausend Euro aus.

Dienstagmorgen (16. Juni 2020) erfolgte der nächste Anruf. Hier wurde dem Opfer mitgeteilt, dass sich der Rücktransport der Wertsachen verzögere.

Er entschloss sich daraufhin, den Notruf zu wählen.

Der Täter ist circa 1,70 Meter groß, hat dunkle Haare und trug dunkle Kleidung. Er sprach nach Aussage des Opfers mit einem „leicht osteuropäischen“ Akzent. Hinweise werden erbeten an 02151 6340 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de.

Insgesamt hat die Polizei Krefeld am gestrigen Tag (16. Juni 2020) 13 Anrufe dieser Art registriert. In allen Fällen hat sich der Anrufer als „Markus Stahl“ ausgegeben.

Die Polizei warnt vor der Masche der Betrüger – die echte Polizei ruft Sie niemals an, um Sie zu Vermögenswerten zu befragen. Wenn Sie selbst von einem vermeintlichen Polizisten angerufen werden, dann

   - beenden Sie das Telefonat,
   - machen Sie keinerlei Angaben zu Vermögenswerten am Telefon,
   - vereinbaren Sie keine Treffen,
   - kontaktieren Sie umgehend die Polizei unter dem Notruf 110.

Informieren Sie Ihre Angehörigen und Bekannten über die Masche!

 

Quelle:Polizei Krefeld