In Asien gehören sie bereits zum Alltag, auch bei uns werden es täglich mehr: Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS). Wenn ab 20. April 2020 das öffentliche Leben in ersten kleinen Schritten wieder losgeht, werden sich auch viele Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger damit auseinandersetzen. Um der Bevölkerung das Tragen einer Maske näher zu bringen – insbesondere dort wo sich Menschen in räumlicher Nähe befinden – verteilt die Stadt Düsseldorf ab Montag, 20. April, sogenannte Hygiene-Kits. Die Verteilung findet zunächst im ÖPNV statt.

In einer Gemeinschaftsaktion der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Feuerwehr Düsseldorf und der Wirtschaftsförderung wurde diese Aktion geplant und umgesetzt und konnte –

Dank einer Spende von 100.000 Schutzmasken der real GmbH – schnell realisiert werden. „Wir tragen eine große Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch gegenüber der Gesellschaft. Daher hat die real Geschäftsführung entschieden, auch am Standort unserer Konzernzentrale aktiv zu werden. Wir möchten so zur Sicherheit der Düsseldorfer Bevölkerung und zu einer schrittweisen Normalisierung des Alltags einen Beitrag leisten“, sagt Markus Jablonski, Pressesprecher der real GmbH.

„Ich finde das Engagement aus der Wirtschaft großartig. Es zeigt den Gemeinsinn, der in der Düsseldorfer Stadtgesellschaft herrscht. Dieser Gemeinsinn hat auch dafür gesorgt, dass die Infektionszahlen in unserer Stadt zuletzt rückläufig waren. Die Düsseldorfer haben sich vorbildlich an die Abstandsgebote und Hygieneregeln in der Corona-Krise gehalten. Mit dem Verteilen von Schutzmasken können wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass trotz der beschlossenen Lockerungen die Entwicklung der Neuinfektionen beherrschbar bleibt“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Die 100.000 Schutzmasken wurden zur Feuerwehr Düsseldorf geliefert und dort am Wochenende in so genannte „Hygiene-Kits“ gepackt.

Die Feuerwehr verfügt in der Wache Posener Straße über eine Produktionsstraße, in der normalerweise die Infektionsschutzsets zusammengestellt werden. Am Samstag, 18. April, hatten 60 Helfende der Freiwilligen Feuerwehr hier bereits fast 20.000 Hygiene-Kits eingetütet. Am Sonntag haben sich nochmal spontan 60 Helfende, bestehend aus den vier Düsseldorfer Hilfsorganisationen – Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und Malteser Hilfsdienst (MHD) -, der Freiwilligen Feuerwehr und der DLRG getroffen und die Aktion fortgesetzt. Somit können weitere 20.000 Hygiene-Kits zur Verteilung vorbereitet werden.

„Als Feuerwehr sind wir mit den Abläufen und der Einhaltung hygienischer Vorschriften bestens vertraut. Das gehört zu unserem Arbeitsalltag. Trotz allem ist dies eine besondere Situation und es ist gut zu sehen, wie hervorragend in Düsseldorf alles ineinander greift“, erklärt der Feuerwehrchef David von der Lieth und führt weiter aus: „Ich freue mich sehr, dass wir durch die enge und vertraute Zusammenarbeit so kurzfristig auf diese Lage reagieren können und bedanke mich bei allen, die uns hier unterstützen.“

Ab Montag, 20. April, werden an den großen Haltestellen des ÖPNV Stände aufgebaut, an denen die Hygiene-Kits verteilt werden.

„Die Gesundheit unserer Fahrgäste und Mitarbeiter hat höchste Priorität“, betont Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn. „

Da wir von einer steigenden Fahrgastzahl ausgehen, möchten wir sicherstellen, dass wer mit der Rheinbahn fährt auch gut und sicher an sein Ziel kommt. Deshalb begleiten wir an hoch frequentierten Haltepunkten den Einstieg durch Service-Mitarbeiter, so dass in unseren Fahrzeugen genug Platz bleibt, um den Mindestabstand einzuhalten. Außerdem empfehlen wir das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wie wir ihn auch zur Verfügung stellen, sollten Fahrgäste keinen eigenen Schutz dabeihaben.“

„Für uns ist das ein weiteres Beispiel, wie hervorragend Stadt und Unternehmen in Düsseldorf miteinander zum Wohle der Bevölkerung kommunizieren. Wir erleben in den letzten Wochen so viel Bereitschaft von allen Seiten, schnell und unkompliziert zu helfen“, betont Theresa Winkels, Leiterin der Wirtschaftsförderung Düsseldorf.

Quelle: Stadt Düsseldorf