Hallo, ihr Lieben!

Gehört ihr auch zu denen, denen die Zeit zwischen 19:40 Uhr und 20:15 Uhr, zumindest montags bis freitags, „heilig“ ist? „GZSZ“ ist erfolgreicher denn je, was sicherlich auch an einer spannenden Handlung, interessanten Charakteren und der ein oder anderen Intrige liegt. Vor allem die Geschichte rund um den Inzest, den Mord an Jasmins Vater und die Rivalitäten zwischen Gerner, „der Flemming“ und David Brenner hielten die Fans in den letzten Wochen in Atem.

Wir haben uns gestern mit Philipp Christopher unterhalten. Ja genau! Mit „dem Brenner“. Und was durften wir feststellen? Philipp ist irgendwie so garnicht „der böse“ David, aber sicherlich genauso engagiert und zielstrebig. Immerhin hat der Berliner schon in Filmen wie „Sex and the City“ und in „Blood Ties“ mit Mila Kunis gespielt.

Liebst,

Conny

Conny: „Du bist in Berlin geboren, hast aber in Amerika studiert. Weshalb? Berlin ist doch auch schön.“
Philipp: „Ja, Berlin ist superschön. Das stimmt. Ich war damals im Urlaub in New York und habe mich tierisch in die Stadt verliebt. Ich habe dort Film studiert. Die Kombination „Film“ und „Amerika“ hat für mich einfach Sinn gemacht. Zudem war das Studium eine Möglichkeit, einmal in New York zu leben. Meine Eltern haben das Ganze dann auch unterstützt. Es war ein Traum von mir, Film in New York zu studieren.“

Conny: „Stimmt es, dass du „nur“ wegen „GZSZ“ wieder zurück nach Berlin gezogen bist?“
Philipp: „Nein, da waren noch andere Gründe ausschlaggebend. Meine Frau und ich wollten ohnehin mehr Zeit in Berlin verbringen und nach 15 Jahren New York auch meine Familie öfter sehen. Nach dieser langen Zeit waren wir auch ein wenig „aus-new-yorked“ kann man sagen (lacht). Die Stadt kann auch anstrengend sein. Auch wenn man eine Familie gründen möchte, ist Berlin die angenehmere Stadt. Alles ist grüner und ruhiger.“

Philipp Christopher Foto: RTL / Sebastian Geye

Ulrike Frank/ Philipp Christopher/ Wolfgang Bahro Foto: RTL / Sebastian Geyer

Conny: „Wolfgang Bahro kann Jo Gerner immer wieder auch ein paar positive Eigenschaften abgewinnen. Geht das bei David Brenner auch?“
Philipp: „Brenner ist ein tierisch leidenschaftlicher Typ und er ist bei allem, was er macht, sehr mit dem Herzen dabei. Er will eigentlich nichts Böses,… auch die ganz schlimmen Menschen wollen nur geliebt werden. Er hat ein ganz simples Bedürfnis: Anerkennung und Liebe. Das macht ihn ein wenig sympathischer, auch wenn er oft Dinge tut, die eigentlich genau das Gegenteil bewirken. Ganz tief im Inneren ist er zerbrechlich und leidenschaftlich. Er macht alles mit Leidenschaft. Wenn er sich rächen will, will er sich richtig rächen, weil ihm wehgetan wurde. Das Ganze ist ja auch verständlich. Das sind keine Sachen, die er macht, weil er wirklich nur teuflische Gedanken hat. Das macht ihn auch ein wenig menschlicher.“

Conny: „Was haben Philipp und David gemeinsam?“
Philipp: „Wir sind, glaube ich, schon sehr unterschiedlich. Das macht die Rolle ja gerade so spannend. Ich bin aber auch leidenschaftlich bei Dingen dabei. David ist auch sehr loyal. Wenn er sich bei jemandem festgesetzt hat, bleibt er bei ihm. Ich bin auch sehr loyal, würde ich sagen. Beim Rest wird es schwer… (lacht).“

Conny: „Welche Szenen haben dir in den letzten Wochen besonders viel Spaß gemacht bzw. dich besonders herausgefordert?“
Philipp: „Selbstverständlich arbeitet man immer konzentriert, aber es gibt Szenen, die besonders Spaß machen. Die Szene auf dem Dach war sehr spannend und es hat mir Spaß gemacht, Gerner und Katrin ein wenig zu „quälen“. Das war eines meiner Highlights. Ich mag auch die Liebesgeschichte, die gerade startet, da eine andere Facette gezeigt wird. Ich habe lange nur eine Seite von Brenner gezeigt. Er hatte zwar schon einmal eine Affäre mit Emily, aber das war mehr ein kleiner Kampf zwischen den beiden. Jetzt mit Ayla ist es eine wirkliche Herzensgeschichte ohne Intrigen.“

Conny: „Hast du auch Einfluss auf deine Rolle?“
Philipp: „Ja, denn ich habe mir genau das, was jetzt passiert, gewünscht. Ich wollte eine Herzensgeschichte haben. Nach zwei Jahren Unwesen treiben, braucht es etwas anders. Kein Mensch ist nur böse. Ich wollte mehrere Facetten zeigen. Das macht mit Hinblick auf das Spielen sehr viel Spaß. Mein Wunsch wurde erhört. Ich finde auch die Kombination zwischen David und Ayla spannend. Das Ganze hat etwas von „Die Schöne und das Biest“. Die beiden sind so gegensätzlich, dass sie sich schonwieder anziehen.“

Conny: „Momentan wird GZSZ von einer Aussteigewelle heimgesucht. Würdest du schon sagen, dass deine Rolle langfristig angelegt ist?“
Philipp: „Ja, David bleibt „GZSZ“ erstmal erhalten.“

Conny: „Du hast Film studiert und wirkst nun seit 2014 in GZSZ mit. Für viele passt „Daily Soap“ immer noch nicht mit „professioneller Schauspieler“ zusammen. Findest du, dass sich die Soaps mittlerweile von ihrem Negativimage lösen konnten?“
Philipp: „Es hat sich extrem viel getan. Damals, als ich bei „GZSZ“ angefangen habe, war ich sehr überrascht. Ich finde, Soaps werden sehr unterschätzt. Die Qualität und Professionalität ist sehr hoch. Das Klima unter den Kollegen ist auch toll. Niemand schießt quer. Das ist sagenhaft. Bei einer Daily muss jeden Tag eine andere Story erzählt werden, die zudem noch interessant ist. Vor allem auch im Vergleich zu den Anfängen bei „GZSZ“ hat sich viel getan. Das Ganze kann sich sehen lassen.“

Conny: „Du bist mit einer Schauspielerin verheiratet, also gehe ich davon aus, dass ihr beide keinen klassischen 9 to 5 Job habt. Wie schafft man es, Familie, Baby und Job unter einen Hut zu bekommen?“
Philipp: „Mein Kind ist acht Monate alt. Meine Frau geht momentan zu Castings und kleine Rollen sind für sie momentan auch umsetzbar. Meine Eltern wohnen um die Ecke und unterstützen uns auch. Wir hätten es sicher schwerer, wenn ich einen 9 to 5 Job hätte. Aber wir drehen ja nicht jeden Tag den ganzen Tag. Je nachdem, welche Story gerade im Fokus ist, variiert das. Sie kann sich als Schauspielerin und Produzentin die Tage auch gut einteilen, sondern entscheidet sich für Projekte.“

Conny: „Was hast du für dieses Jahr noch geplant?“
Philipp: „Am 17.10. läuft „Tödliche Gefühle“ im ZDF. Das Ganze ist ein Psychothriller. Ich spiele einen sexbesessenen Mann, nicht unbedingt ein Bösewicht, aber auch nicht ohne. Viele Anfragen, auch von internationalen Projekten, konnte ich leider wegen meines vollen Terminkalenders nicht machen. Aber ich habe zwei Projekte, bei denen ich hinter der Kamera arbeite. Ich freue mich immer auf andere Formate und Rollen. Ich bin gespannt, was passiert.“