Hallo, ihr Lieben!

Am Freitag lag Janet Jacksons neuestes Werk „Unbreakable“ auf unserem Tisch. Irgendwie freuen wir uns. Endlich mal wieder künstlerische News von einer Frau, die viel zu häufig im Schatten ihres Bruders stand. Janet ist zurück. Doch was kann das Album?

Die ersten Töne erklingen. Wir wippen mit. Der erste Song, der übrigens wie so oft, nach dem kompletten Album benannt wurde, überzeugt direkt. Schwofige Töne, eine altbekannte Stimme… ja, wir haben Spaß. Nicht mehr „Whoops now“, dafür ganz viel künstlerische Weiterentwicklung und scheinbar Spaß an der Arbeit, „again“. Eins ist klar: das hohe Level des ersten Songs zu halten wird schwer. Wer mit HipHop-Soul-R’n’BParty startet, sollte das Konzept fortführen. Es gelingt nur bedingt.

(c) Yu Tsai

(c) Yu Tsai

Immer wieder, während wir das Album hören, zucken wir zusammen. War das nun Janet oder Janet im Duett mit Michael? Vor allem in den Höhen fühlen wir uns an den King of Pop erinnert, der seine Schwester scheinbar nicht nur musikalisch, sondern auch genetisch beeinflusst hat.

Michael scheint bei „Unstoppable“ trotz seiner Abwesenheit klar im Mittelpunkt zu stehen. Nach ihrer siebenjährigen Pause ist es Zeit für ein musikalisches Comeback und sicherlich auch für eine Aufarbeitung mit der eigenen Vergangenheit. Songs wie „Lessons learned“, „After you fall“ und „Shoulda known better“ zeigen schon vor dem Hören, in welche Richtung es geht.

Fazit:

Janet hätte mit „Unbreakable“ ihr fulminantes Comeback feiern können. Hätte. Stattdessen haben wir nach dem ersten -zugegeben geilen- Song das Gefühl, das Album gleich einer kleinen Selbsttherapie zwischen dem Verlust des eigenen Bruders und der teilweise harten Showwelt. Wie auch immer. „Unbreakable“ ist sicherlich kein Album für eure nächste R’n’B- Party. Trotzdem: Wer sich auf der Suche nach einer Platte befindet, die im Hintergrund bei einem Tag im Homeoffice „einfach so mitläuft“ und einem Weltstar eine Reise ins eigene Ich auf Kosten der musikalischen Abwechslung und Unterhaltung an der ein oder anderen Stelle verzeiht, wird mit „Unbreakable“, nicht zuletzt aufgrund der markanten Jackson-Stimme sicherlich seinen Spaß haben. Dennoch, liebe Janet, sind wir der Meinung, da wäre mehr drin gewesen.

Liebst,

Conny