Die WM in Katar – zwischen Fußballfieber und Bestreiken

Die WM in Katar – zwischen Fußballfieber und Bestreiken
Die WM in Katar – zwischen Fußballfieber und Bestreiken

Katar ist ein kleines Land mit weniger als 2,5 Millionen Einwohnern, das im Jahr 2010 die Rechte an der Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 bekommen hat.

Diese Entscheidung kam überraschend, da Katar keine große Fußballtradition ist und das Land aufgrund seiner extremen Witterungsbedingungen eigentlich als ungeeignet für ein solches Großereignis gilt.

In den Jahren seit der Vergabe der WM-Rechte an Katar ist das Land stark in die Kritik geraten – unter anderem wegen der Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter und dem Umgang mit Homosexuellen im Land. Und seien wir ehrlich: Auch mit Hinblick auf das Thema Gleichberechtigung ist noch viel Luft nach oben.

Die Kritik an der Entscheidung der FIFA, die WM nach Katar vergeben zu haben, wächst also stetig. Viele Menschen fordern auch jetzt noch, dass die WM entweder abgesagt oder an ein anderes Land vergeben wird. Die FIFA jedoch hält an ihrer Entscheidung fest und will die WM trotz aller Kritik in Katar ausrichten.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der GastarbeiterInnen in Katar

Ein Großteil der Beschäftigten in Katar sind GastarbeiterInnen. Die meisten von ihnen kommen von den Philippinen, aus Nepal, Indien und Bangladesch. Die Bedingungen, unter denen sie leben und arbeiten, sind oft schlimm. Viele von ihnen sind aufgrund ihrer Visa an ihren Arbeitgeber gebunden und haben keine andere Wahl, als die schlechten Bedingungen zu akzeptieren. Die meisten GastarbeiterInnen wohnen in Lagern, die von ihren Arbeitgebern bereitgestellt werden. Die Unterkünfte sind oft beengt und schlecht ausgestattet. Oft gibt es nicht genug Wasser und Sanitäranlagen. Die hygienischen Bedingungen sind oft schlecht, was zu Gesundheitsproblemen führen kann.

Die Arbeitsbedingungen der GastarbeiterInnen sind oft anstrengend und gefährlich. Sie müssen oft lange Schichten arbeiten und haben keine Möglichkeit, Urlaub zu nehmen.

LGBTQIA+ und die Rolle der Religion in Katar

Die Religion spielt in Katar eine zentrale Rolle. Homosexualität ist nach Scharia-Recht verboten und kann mit dem Tod bestraft werden. In der Praxis werden die Betroffenen oft zu langen Haftstrafen verurteilt oder gezwungen, das Land zu verlassen. LGBTQIA+ Personen in Katar leben somit in einem ständigen Zwiespalt: Einerseits sind sie Teil einer modernen, weltoffenen und liberalen Szene, in der sie sich andernorts weitestgehend frei entfalten könnten. Andererseits stehen sie unter dem Druck der strengen Scharia-Gesetze und der sozialen Normen, die Homosexualität als Sünde betrachten.

LGBTQIA+ Personen in Katar leiden unter Diskriminierung und Ausgrenzung. Viele fühlen sich gezwungen, ihre Sexualität oder Geschlechtsidentität zu verbergen, aus Angst vor Verfolgung oder Ausweisung. Um Gleichberechtigung in diesem Bereich nach vorne zu treiben, muss Katar noch viel tun – sowohl auf gesetzlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Die Frage ist: Nimmt sich das Land die Kritik auch nur ansatzweise zu Herzen?

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Frauen in Katar: Ein Leben zwischen Tradition und Moderne

In Katar herrscht ein sehr traditionelles Rollenbild, in dem Frauen stark benachteiligt werden… und das in vielerlei Hinsicht. Frauen haben zwar das „Recht“, zu heiraten, aber sie müssen noch immer ihre Väter oder Brüder um Erlaubnis bitten. Sie dürfen auch nicht alleine reisen oder arbeiten und müssen sich an strenge Kleiderordnungen halten.

Fazit: Warum die Kritik an der WM in Katar berechtigt ist

Die Kritik an der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft an Katar ist – unserer Meinung nach – sehr berechtigt.

Die Bedingungen für die Austragung des Turniers sind unzumutbar und die Menschenrechtslage im Land ist katastrophal. Dass FIFA-Präsident Gianni Infantino trotzdem weiterhin an der Entscheidung festhält, empfinden wir als einen Skandal.

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