Hallo, ihr Lieben!

Na? Gehört ihr eigentlich auch zu den Menschen, die sich nicht nur für ein Musikgenre begeistern können? Während Schlager und Co. auf einschlägigen Partys jedoch rauf- und runtergedudelt werden, genießt die Volksmusik leider oftmals noch ein wenig ein stiefmütterliches Dasein. Dabei hat sich viel getan! Längst darf hier nicht mehr nur geschunkelt, sondern teilweise auch abgetanzt werden. Zudem sind Bands, die die verschiedenen Genres miteinander vermischen, wie beispielsweise La Brassbanda vor allem beim jungen Publikum beliebter denn je. Trotzdem gibt es auch andere Musiker, die zwar ein wenig traditioneller daherkommen, und trotzdem beispielsweise von Platz 0 auf Platz 2 der österreichischen Album Charts einsteigen.

Ganz klar: Die Rede ist von den Jungen Zillertalern. Auch in diesem Sommer spielt die Band auf zahlreichen Open Airs und entstaubt dort das veraltete Image der Volksmusik, das sich für viele leider immer noch zwischen Heidis Alm und dem Intro des Musikantenstadls befindet. Michael hat mit den Jungs unter anderem über ihr Erfolgsrezept und gute Laune gesprochen. Außerdem wollte er von ihnen wissen, wie lange sich eine Band „Die JUNGEN Zillertaler“ nennen darf.

Liebst,
Conny

 

Michael: „Findet Ihr das nicht auch total verrückt, dass ihr nach fast zwanzig Jahren Showgeschäft tatsächlich immer noch so jung ausseht?“
Die Jungen Zillertaler: „Ganz und gar nicht. Die Musik hält uns jung und wir haben auch nach über 22 Jahren noch mindestens genauso viel Spaß an dem, was wir machen, wie damals bei unserem ersten gemeinsamen Auftritt. Das ist unser Beauty-Geheimnis! Und natürlich so viel wie möglich Schlaf, wenig Party und Detox in allen Lebensbereichen… Haha… Spaß 😉 Man ist immer so alt wie man sich fühlt. Außerdem haben wir drei eine absolut positive Lebenseinstellung und gehen mit dem Herzen an unsere Arbeit heran. Gepaart mit wenig Schlaf und Party nonstop hält uns unsere Musik jung.“

Michael: „Wie lange meint Ihr, könnt Ihr Euch noch die JUNGEN Zillertaler nennen?“
Die Jungen Zillertaler: „Mindestens solange die deutsche Schlagerqueen Helene „Fischer“ heißt und selbst gar nicht die Angel ins Gewässer hält. :). Aber mal ganz ehrlich: Es ist kein Geheimnis, dass „sich jung fühlen“ keine Frage des Alters ist. Das JUNG bezieht sich auf unsere Musik, unser junges und jung gebliebenes Publikum, sowie unsere flippig-modernen Merchandising-Artikel. Unsere knapp 49.000 Facebook-Fans sprechen für sich und unsere Bühnenshow trägt auch das ihre zu unserem Auftreten als die „jungen“ Zillertaler bei. Und auch wenn wir mittlerweile erwachsen sind… Wir sind immer noch die gleichen Kindsköpfe wie vor 20 Jahren.“

Michael: „Was ist eigentlich Euer Erfolgsrezept?“
Die Jungen Zillertaler: „In unserer Band sind Freundschaft, Vertrauen, Eigenengagement jedes Einzelnen, Wertschätzung und natürlich unsere treue Fangemeinde die Basis, auf die wir schon seit Jahrzehnten bauen dürfen. Das ergibt für viele noch kein Erfolgsrezept, aber es ist tatsächlich eines unserer vielen Betriebsgeheimnisse. Das Wichtigste ist für uns nach wie vor, dass jeder von uns drei, an unsere Band glaubt und von dem überzeugt ist, was wir seit mittlerweile 25 Jahren machen. Wir sind drei Freunde, die in der Musikwelt als junge Burschen groß geworden sind. Dabei hatten wir das große Glück, Menschen wie z. B. Karl Moik an unserer Seite zu wissen, die uns auf unserem Weg begleitet und zum richtigen Zeitpunkt auch mal „den Marsch geblasen“ haben, wie man so schön auf tirolerisch sagt. Wir drei verstehen uns blind und wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Außerdem sind wir gut erzogenen Burschen, die noch Werte vertreten wie „Bitte. Danke. Griasti. Pfiati“. Diese Basis kommt uns auch im Geschäftsleben zu Gute und sehen wir als wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten. Unsere Plattenfirma steht voll hinter uns lässt uns in eine sehr große Freiheit in unserem Wirken. Unsere Zusammenarbeit mit einem professionellen Team verleiht unserer Musik diese besondere, persönliche Note und den Spaßfaktor.“

Michael: „Hand aufs Herz: Bei so viel fröhlicher Musik – wie geht ihr mit konstruktiver Kritik um? Inwieweit lasst ihr euch von Trends beeinflussen?“
Die Jungen Zillertaler: „Konstruktive Kritik und der Blick über den eigenen Tellerrand sind uns sehr wichtig. Nur so kann man sich weiterentwickeln. Dass wir mit unserer Musik auch polarisieren und nicht jeden Geschmack treffen, ist uns klar. Aber das macht unsere Musik auch typisch für uns und für viele unverkennbar. Natürlich beobachten wir Trends und probieren im stillen Kämmerlein musikalisch so einiges aus. Unser Maßstab sind unsere eigenen Ideen und die ständige Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir von unserem Publikum wahrgenommen werden wollen. Da wir auch bei einem sehr jungen Publikum mit unserer Mit-Mach-Musik einen großen Anklang finden, empfinden wir ein gewisses Verantwortungsbewusstsein z. B. bei der Auswahl unserer Songs. Unsere Hits wie „Das Fliegerlied“, „Drob’m auf’m Berg“ und viele mehr hört man als Stimmungsmacher auf jeder Party. Egal ob bei einem Open Air, Apres-Ski Party auf einer Hütte, im Festzelt oder wo auch immer Stimmung gewünscht wird, ist unsere Musik immer richtig. Das bestätigt uns in musikalischer Hinsicht.“

Michael „Wann kommt beim Schreiben der Moment, wo Ihr sagt: Jetzt ist der Song fertig. Könnt Ihr gut „loslassen“?“
Die Jungen Zillertaler: „Bei uns liegt hinter dem Schreiben eines neuen Songs kein fix fertiger „Prozess“. Es entspringt ein Gedanke, den wir versuchen, in Text und Musik auszuformulieren. Geleitet werden wir dabei nur von unserem Gefühl. Manchmal geht’s schneller und manchmal muss die Idee erst reifen, bis der Song im Studio aufgenommen wird. Ebenso ist es beim „Loslassen“. Beim Spielen und Singen der neuen Melodie spüren wir immer wieder auf’s Neue, was wir damals beim Schreiben empfunden haben. Das Gefühl wird immer wieder entfacht. Und da entspringt im Optimalfall genau der Funke, den wir zum Publikum überspringen lassen wollen. Es ist für uns ein Kreis, der sich immer wieder schließt. Und schlussendlich, wenn wir dann die fertige CD in Händen halten, ist es eine Frage des Glücks, wie unsere Musik bei unseren Freunden & Fans ankommt.“

Michael: „Fällt es Euch leicht, regelmäßig gute Partysongs zu schreiben? Wie geht ihr im Schaffensprozess mit schlechter Laune um?“
Die Jungen Zillertaler: „Die Musik, so wie wir sie schreiben, produzieren und leben, ist für uns mehr, als ein kommerziell verwertbares Produkt. Es ist unser Leben und unsere Lebenseinstellung zur Musik. Aus Erfahrung wissen wir, was beim Publikum ankommt. Das ist aber noch lange kein Garant dafür, dass wir sofort beim nächsten Mal einen Hit präsentieren können, der beim Publikum ankommt. Jeder, der Musik macht und lebt, weiß, dass Hits nicht auf Bestellung geschrieben und am Fließband produziert werden. Außerdem entscheidet am Ende des Tages das Publikum, was es hören will. Wir gehen mit offenen Augen und Ohren auch das Leben. Viele Geschichten schreibt unser Leben. Schlechte Laune gibt es bei den JUZI’S nicht. 🙂 Wir alle haben mal einen schlechten Tag. Je eher man das akzeptiert, desto motivierter geht man mit neuem Tatendrang an die Sache heran.“

Michael: „Woher nehmt Ihr nur all die gute Laune, mal ehrlich?“
Die Jungen Zillertaler: „Jeder von uns ist eine absolute Frohnatur mit einer positiven Grundeinstellung. Jeder von uns hat seine Work-Life-Balance gefunden. Außerdem empfinden wir die Musik nicht als Arbeit, sondern als Weg, um uns auszudrücken. Unsere Familien und Freunde geben uns den nötigen Rückhalt und die Momente, in denen wir auch mal wieder unsere Akkus aufladen können und freie Zeit genießen können. Spätestens wenn man auf der Bühne steht, vergisst man schnell Sorgen und Kummer. Bei JUZI Musik kommt und die gute Laune von selbst. Trotzdem hat jeder von uns seine ganz eigenen Energie-Quellen. Familie, Freunde und Natur sind bei uns die Wichtigsten. Wir sind verwurzelt in unserem Zillertal. Das ist unsere Heimat – unser Ausgangspunkt und unser Ziel.“

Michael: „Wie beginnt Ihr für Euch ein guter Tag?“
Die Jungen Zillertaler: „Mit einem ausgewogenen und stressfreien Frühstück inklusive einer großen Portion positiver Einstellung und Optimismus. Ich mag Smoothies, ein gesundes Müsli und viel Obst besonders gern. Leider haben wir bei unserem Tourstress nicht immer die Zeit dafür, aber darum freuen wir uns umso mehr, wenn wir es dann wieder genießen können.“

Michael: „Was sind Eure Laster? Irgendwelche müsst Ihr haben…“
Die Jungen Zillertaler: „Unser Laster hat 18 Tonnen und transportiert unsere Technik und das Bühnenequipment. Spaß bei Seite. Jeder hat sein Laster: In meinem Fall ich bin sehr ungeduldig und wünsche mir oft, dass es manche Sachen einfach schneller umgesetzt werden und schneller gehen. Aber ganz ehrlich – ich bin sonst ein sehr zufriedener JUZI!“