(c) RTL / Bernd Jaworek

Hallo, ihr Lieben!

Ulrike Frank, die die meisten von euch aus ihrer Rolle als Katrin Flemming-Gerner aus der Vorabendserie „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ kennen, hat sich für den Playboy ausgezogen.

Im Interview verrät sie, was ihr Mann zum Fotoshooting gesagt hat, wie ihre Kollegen reagiert haben und wie sie im Allgemeinen mit dem Thema Nacktheit umgeht.

Liebst, Conny

Frau Frank, herzlichen Glückwunsch zu dieser wunderbaren Titel-Geschichte! Wie kommt man eigentlich auf den Titel vom Playboy? 
Ein Angebot von der Playboy-Redaktion ist ein guter Anfang, dann sollte man Lust darauf haben und die Fotos müssen natürlich auch passen.

Wie haben Sie reagiert, als Sie das Angebot erhalten haben? 
Erst dachte ich, kommt nicht in Frage, fand dann aber den Gedanken spannend. Und wenn schon, dann doch eine schöne große Strecke mit den Profis.

Mussten Sie lange überlegen oder haben Sie erst im dritten Anlauf zugesagt? 
Ich habe schon eine Weile überlegt, ob das wirklich etwas für mich ist, und ob sich die Redaktion auf eine Gemeinschaftsproduktion einlässt, bei der ich mitgestalten kann, was mir immer wichtig ist. Als ich das Gefühl hatte, wir sind auf einer Wellenlänge, hab ich zugesagt.

Was hat Ihr Mann gesagt? 
Er fand’s gut, er hat mir geholfen, den Stil und den passenden Fotografen zu finden, der dann auch tatsächlich die Fotos gemacht hat.

Wie haben Sie sich vorbereitet? (mental und körperlich) 
Ein bisschen mehr Sport und gesündere Ernährung gab’s schon, vor allem für das Körpergefühl, damit ich mich wohl fühle. Außerdem habe ich mir unterschiedliche Fotos z.B. von Edward Steichen angesehen, damit ich eine Vorstellung davon hatte, was bei den Fotos rüberkommen soll. Darauf, dass es in Südfrankreich im Frühsommer so kalt sein würde, war ich leider nicht vorbereitet…

(c) RTL / Bernd Jaworek

Wo hat das Shooting stattgefunden? 
Das Chateau in der Nähe von Marseille war ein absoluter Glücksfall für das Shooting, ein malerischer Park, wunderbare Räume, ein Innenhof mit Balkon, Säulengang, Brunnen, ein Kaminzimmer, und das alles ganz für uns allein. Ich liebe alte Gemäuer, weshalb ich in den letzten Jahren ein Stadthaus aus den 30er Jahren saniert und dabei auch selbst Hand angelegt habe. Die Wände erzählen Geschichten.

Wie gehen Sie mit Nacktheit um? 
Grundsätzlich sehe ich darin etwas Schönes, problematisch wird es für mich, wenn Nacktheit vulgär oder menschenverachtend präsentiert wird.

Hatten Sie bei dem Kostüm und der Umsetzung die Möglichkeit der Mitgestaltung? 
Wir hatten drei große Koffer mit Wäsche, Schuhen, Kostümen und Accessoires zur Verfügung, einer davon von mir, konnten also aus dem Vollen schöpfen und haben bei jeden Motiv gemeinsam überlegt, was am besten passt. Einen wunderbaren schwarzen Miederrock aus Spitze hatte ich mir extra für das Shooting in Paris gekauft und finde ihn auf den Fotos wunderbar aufregend.

Was gefällt Ihnen besonders an den Motiven?
Ich wollte eine Geschichte erzählen, eine selbstbewusste Frau mit Stil und einem Geheimnis zeigen. Der Stil ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe, eine Mischung aus Film Noir und Nouvelle Vague mit Platz für Phantasie, sozusagen einer Femme fatale auf der Fährte.

Wie haben Ihre Kollegen reagiert? 
Wahrscheinlich hat man bei mir eher nicht damit gerechnet, aber bisher sind alle positiv überrascht. Ich hoffe, dass die Zuschauer/innen und Leser/innen, wie die Kolleg/innen, sich nicht mit Labels aufhalten sondern die Fotos als solche betrachten. Schubladendenken hat mich noch nie interessiert, ich sehe mich z.B. grundsätzlich immer als Schauspielerin, egal ob ich in einer Serie, einem Film spiele oder auf der Bühne stehe, insofern ist nicht die Überschrift entscheidend sondern der Inhalt.

(c) RTL / Rolf Baumgartner

Was sind Ihre Beweggründe, müssen Sie doch weder einen Film, noch ein neues Album promoten…? 
 …und ich habe einen tollen Job, deshalb gefällt mir besonders, dass ich einfach neugierig sein und etwas Ungewöhnliches ausprobieren konnte.

Ihre GZSZ-Rolle Katrin würde weniger mit so einem Auftritt überraschen als Sie. Auch ihre jüngeren Kolleginnen können Augen machen. Die Produktion war streng geheim. Haben Sie mit so einer riesigen Medien-Resonanz gerechnet? 
 Es haben wirklich alle dicht gehalten, so dass die Überraschung gelungen ist, und jetzt freue ich mich über die tollen Rückmeldungen und bin ja auch selber sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Wird das Cover einen Ehren-Platz bekommen? 
Für das Cover werde ich sicher einen besonderen Platz finden, zur Erinnerung an ein aufregendes Abenteuer. Wobei ein, zwei andere Motive vielleicht sogar das Rennen um den Ehrenplatz gewinnen, ich sage nur Miederrock aus Paris…

Würden Sie auch eine Rolle komplett nackt spielen? 
Auf Fotos oder vor der Kamera muss es stimmig sein und Sinn machen, wobei bewegte Bilder nochmal eine andere Abteilung sind. Es kommt total auf die Geschichte, die Rolle, das Format an. In einer Vorabendserie finde ich Nacktheit nur bedingt angebracht, in einem Film kann es sinnvoll sein.

Von welcher Rolle träumen Sie? 
Eine Action-Heldin, eine Kommissarin in einem Krimi, die Protagonistin in einer Romantischen Komödie auf einer Schottischen Insel oder in Schweden, in einem Thriller, einem historischen Mehrteiler…

Quelle: RTL