Ross Antony gehört zu den Interviewpartnern, bei denen es während des Gesprächs schwerfällt, keine gute Laune zu bekommen. Immer gut drauf, immer witzig erzählt er aus seinem Leben, von der Queen und seiner Musik. Umso überraschender, dass er aktuell mit „Goodbye Papa“ ernstere Töne anschlägt. Den Song, den er vor Kurzem auf der großen Bühne präsentiert hat, widmet er seinem verstorbenen Vater.

„Goodbye Papa“ ist eines der Lieder, die es auf Ross‘ aktuelles Album „

„Schlager lügen nicht – mal laut & mal leise“ geschafft haben… und sicherlich sein persönlichstes Werk.

Wir haben uns vor Kurzem mit Ross über die 2 CD Edition unterhalten.

Gleich zu Beginn kommen wir auf den Tod seines Vaters zu sprechen. „Ich habe mich damals sehr viel mit Ben Zucker über dieses Thema unterhalten.“ Sagt er. „Ben hat mich dann irgendwann angerufen und gesagt, er hätte den Song „Goodbye Papa“ für mich geschrieben. Als er ihn mir dann vorgespielt hat, habe ich nur noch geweint. Ich fand es so schön und habe mich gefragt, wie ein Mensch dazu in der Lage sein kann, so zu schreiben, wie ich es fühle?“.

Gleichzeitig betont er: „Jeder Mensch hat eine „andere Seite“. Vielleicht keine allzu traurige, aber eben eine nachdenkliche Seite. Und genau diese zweite Seite möchte ich mit der Doppel-CD zeigen. Auch hier gibt es eine laute und eine leise Seite.“

Viele Fans haben sich ein langsames Balladen-Album gewünscht

Ross war es wichtig, „Goodbye Papa“ zusammen auf einer CD mit anderen Balladen herauszubringen. Mit seiner aktuellen Doppel-CD ist ihm genau das gelungen. „Ich bin eigentlich immer mit Gute-Laune-Songs aufgetreten. Diese Seite habe ich nie gezeigt.“ sagt Ross, daher ist er auch gespannt, wie die Fans reagieren. Seine Familie findet es aber toll, dass er seine Emotionen nun auch auf andere Weise zeigt. „Für mich war das Ganze auch ein Weg, mit dieser Trauer umzugehen.“

Neben „Goodbye Papa“ finden sich auch viele andere, wunderschöne Cover-Songs auf Seite 2. Unter anderem auch „Angels“ von Robbie Williams, dem Ross seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt.

Die Fans dürften dementsprechend von der „anderen Seite“ ebenso begeistert sein, wie von dem Ross, der feiert und das Leben genießt. Der „Bruch“ zwischen „laut“ und „leise“ vollzieht sich beim Hören der Platte auf angenehme Weise und zeigt, dass Musik viel zu vielseitig ist, als dass sie in Schubladen gesteckt werden könnte.

Auch wenn hier viele Ohrwürmer warten: „Goodbye Papa“ stellt hier jedoch sicherlich das emotionale I-Tüpfelchen dar, bei dem es sich lohnt, vielleicht noch ein wenig genauer hinzuhören.

 

Liebst,

Conny

Unsere bisherigen Interview mit Ross Antony

Okt 17, 2016/ Ross über sein Buch „Mein Freund Button“

Jun 4, 2015/ Ross Antony bekommt eigene Rose

Mai 26, 2013/ Ross Antony und seine eigene Schokolade