Conny meets „Dr. Jo“ (Johannes S., „Die Bachelorette“)

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Hallo, ihr Lieben!
Seit circa zwei Wochen füllen wir unsere Mittwochabende wieder mit Popcornessen und dem Schauen von „Die Bachelorette“. Johannes S. scheint in unseren Augen zweifelsohne die gute Seele der Villa zu sein und auch die liebe Anna lobte in der vergangenen Woche seinen Charakter. In seinem Leben konnte Johannes bereits einige interessante Stationen passieren.
Im Interview haben wir uns mit dem Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie über Lebensträume, den Dschungel und das Format der Sendung unterhalten.
Was er uns verraten hat?
Lest selbst!
Liebst,
Conny

Conny: „Du hast einmal gesagt, dass du dir die meisten Lebensträume schon erfüllt hast. Was war denn dein größter Lebenstraum?“ 
Johannes: „Ich war nie ein Mensch, der sich mit wenig zufrieden gegeben hat. Ich bin ein Kämpfertyp, der von Anfang an viel erreichen wollte. In diesem Zusammenhang war mir das Medizinstudium am wichtigsten. Meine Berufswahl war keine Entscheidung die ich vom Notenschnitt im Abi abhängig gemacht habe. Ich habe gespürt, dass ich für den Beruf des Arztes geschaffen bin. Ich hatte schon immer dieses feine Gespür für Krankheiten und den tiefen Wunsch Menschen zu helfen. Ab dem 1.9. eröffne ich meine erste eigene Praxis in Berlin-Lichtenberg und freu mich schon drauf. Auch den Traum vom eigenen Haus im Grünen habe ich mir erfüllt. Ich habe ein kleines Grundstück in Brasilien am Rio Negro, wo ich ein kleines Häuschen besitze. Morgens fliegen die Papageien über das Dach, schreien herum, während ich den Sonnenaufgang genieße. Das sind Dinge, die mir wichtig sind.“

Conny: „Bist du öfter in Brasilien?“ 
Johannes: „Meistens mache ich dort nur Urlaub. Manchmal bin ich nur einmal im Jahr da, genieße das aber und bin dann circa zwei bis drei Wochen dort. Der Natur so nah zu sein ist wunderbar. Besonders als Stadtmensch, der immer den Druck hat, alles pünktlich erledigen zu müssen. Medizin hat in vielen Fällen das persönliche Niveau verloren. Der Alltag als Arzt ist oft sehr stressig. Es geht oft zu wie am Fließband. In einer Notaufnahme bleiben einem sieben Minuten pro Patienten, ansonsten werden die Warteschlangen unerträglich. Die Medizin ist viel zu leistungs- und finanzorientiert geworden. Deswegen freue ich mich auch jedes Mal neu in diese Welt der Freiheit unter brasilianischer Sonne abtauchen zu können.“

(c) Johannes

Conny: „Also stimmt das Gerücht, dass du dich zeitweise mit einer Machete durch den Dschungel kämpfst?“
Johannes: (lacht) „Das klingt immer so, als wäre man lebensmüde. Dieses Vorurteil möchte ich aber ausräumen: Nein, ich bin nicht suizidgefährdet! Man braucht viel Vorbereitung, um solche Reisen zu machen. Die Anziehungskraft der Natur und der Artenreichtum hat mich schon als kleiner Junge fasziniert. Aber auch das Abenteuer fremde Kulturen und Völker kennen zu lernen ist eine unbeschreibliche persönliche Bereicherung. Ich habe wenige Freunde, die sagen „Jo, ich möchte unbedingt mal mit dir in den Dschungel!“,… also habe ich mich allein auf den Weg gemacht. In den letzten zehn Jahren habe ich viel von der Welt gesehen, von der Welt die wir häufig sonst nur aus dem Fernseher kennen. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, meine Entdeckerlust und mein Fernweh hat vor keinem Kontinent halt gemacht und die Länder die ich nicht bereist habe, kann ich an 2 Händen abzählen. Aber es wird einfach nicht langweilig.“

Conny: „Stimmt es, dass man bei einem Aufenthalt im Dschungel bemerkt, was einem wirklich wichtig ist und wie klein man eigentlich ist?“ 
Johannes: „Ja, das stimmt. Solche Gedanken kommen auf jeden Fall. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Lebensphilosophie ein Mensch hat. Ich glaube an eine höhere Intelligenz, die sich bei der Erschaffung dessen, was wir sehen, etwas gedacht hat. Wenn man sieht, wie wunderbar selbst kleinste Lebewesen mit einer wunderbaren Intelligenz ausgestattet sind, wo Zufall und Mutation als Begründung einfach nicht mehr ausreichen, fühlt man sich tatsächlich klein. Man bewundert und staunt. Das Elementare für mich ist aber, dass der Mensch im Dschungel seine Angst verliert. Dieses hochgezüchtete Angstverhalten, das wir in unserer Gesellschaft haben, welches auch durch Horrorfilme geprägt wurde, verliert man. Vor allem Schlangen und Spinnen verfügen über so empfindliche Sinnesorgane, orten den Menschen schon aus weiter Entfernung und haben mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen. Der Regenwald hat mir den Respekt vor der Natur und ihrem Schöpfer gelehrt.“

Conny: „Dein Papa ist Pastor. Welche Rolle spielt der Glaube in deinem Leben?“ 
Johannes. „Jeder Mensch glaubt an irgendetwas. Aber wenn dir dein Glaube hilft ein sicheres und glückliches Lebensgefühl zu erfahren, wird er irgendwann für dich zu einer Notwendigkeit. Ich möchte aber betonen, dass Glaube rein subjektiv ist. Ich bin kein Freund davon, dass man sich mit extremen religiösen Ansichten ausgrenzt. Für mich ist weniger entscheidend, in welche Kirche man geht, sondern der ganz persönlichen Kontakt zu dieser höheren Macht und welchen Nutzen es für dein Leben hat. Glaube gibt mir eine Sicherheit. Mal ein ganz einfaches Beispiel. Als Kind hatte ich niemals wirklich Angst, weil ich an meinen Schutzengel geglaubt habe.“

Conny: „Warum hast du bei „Die Bachelorette“ mitgemacht?“ 
Johannes: „Ich fand es spannend bei den Dreharbeiten dabei zu sein und über meinen Tellerrand zu schauen. Da war sicherlich auch wieder meine Entdeckerlust auf etwas Neues im Spiel. Aber mal ehrlich. Wenn du seit Jahren im Schichtsystem eines Krankenhauses dein Berufsleben zwischen OP-Saal, Intensivstation und Notaufnahme verbringst, sagst du bei einem bezahlten Urlaub nach Portugal, mit der Chance deine Traumfrau zu finden, nicht nein.“

Conny: „Oftmals hört man, die Sendung wäre gefaked. Ich finde es so schade, wenn die Teilnehmer mit so viel Herz bei der Sache sind, und dann alles in den Medien zerrissen wird…“ 
Johannes: „Das ist absoluter Quatsch, es wurde nichts gefaked. Wir wussten alle, was uns erwartet und hatten eine richtig tolle Zeit zusammen. Ich habe ein wunderbares Leben und einen fantastischen Beruf und wenn sich doch dadurch eine Gelegenheit öffnet, die eine neue Herausforderung darstellt, nehme ich sie gerne mit.“

Conny: „Bist du mit der Art und Weise deiner Darstellung im Fernsehen zufrieden?“ 
Johannes: „Das ist eine schwere Frage. Man ist dort mehrere Wochen, das Mikro und die Kameras laufen überall und immer. Damit muss man leben können. Tonnen von Filmmaterial werden gemacht und natürlich fragt sich jeder, was letzten Endes ausgestrahlt wird. Bisher bin ich aber ganz zufrieden. Auch die Artikel in den Zeitungen haben eher das betont was ich bin und nicht versucht mich mit Dreck zu bewerfen. Ich bin zum Glück kein Schauspieler. Ich kann nur Jo sein. Egal, welche Szenen ausgesucht werden… so schlimm kann es nicht werden (lacht).“

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