Hallo, ihr Lieben!

„Ich gebe meinen Titel an Ann Sophie.“

Sieben Worte, die die ESC Welt vor circa einem Jahr den Atem anhalten ließen. Andreas Kümmert, eine der beeindruckendsten und charismatischsten Stimmen Deutschlands, lehnte seine ESC-Teilnahme ab. Grund: Angst und psychische Probleme.

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Doch, was viele nicht für möglich hielten: er hat weitergemacht, getourt und jetzt wieder ein neues Album („Recovery Case“) herausgebracht. Ein Album mit Tiefgang, ohne den „Wippfuß“ zu vergessen. Andreas ist zurück.

Wir haben uns mit ihm unter anderem über „Recovery Case“, Depressionen und seine Pläne für das kommende Jahr unterhalten. Eins steht fest: es wird rocken!

Liebst,

Conny

Conny: „Ist dir die Entscheidung nach deinem Rücktritt von der ESC Teilnahme wieder auf die Bühne zu kommen bzw. ein Album zu produzieren, schwergefallen?“

Andreas: „Eigentlich haben wir ja direkt nach dem ESC Vorentscheid weitergemacht und weitergetourt. Die Tourneen waren trotz des Rücktritts erfolgreich und mir war auch klar, dass ich weiter Musik machen und ein neues Album produzieren werde.“

Conny: „Magst du mir noch etwas zum Entstehungsprozess des neuen Albums erzählen?“

Andreas: „Ich habe letztes Jahr im Sommer bzw. kurz nach dem ESC Vorentscheid schon angefangen, zu schreiben. Bis zum Ende des Jahres hatte ich zuhause bei mir schon ca. 100 Demos aufgenommen. Zudem stand ich in stetigem Kontakt mit dem Produzenten, mit dem ich mich immer wieder ausgetauscht habe. Dann haben wir Titel aus- und neue erarbeitet. Am Ende haben wir viel Zeit im Studio verbracht.“

Conny: „Wie würdest du dein neues Album – auch im Vergleich zum letzten- beschreiben?“

Andreas: „Naja, es ist eben mal wieder ein Album, das ich selbst geschrieben habe. Zum letzten Album hatte ich kaum Bezug und war damals auch nicht in den Schreibprozess involviert. Auf „Recovery Case“ sind diverse Einflüsse . Ich würde das Ganze als sehr abwechslungsreich und ehrlich bezeichnen.“

Conny: „Gibt es einen roten Faden, der sich im thematischer Hinsicht durch das Album zieht?“

Andreas: „Diese ganze Sache rund um den ESC und diverse private Dinge, die ich verarbeite, stehen klar im Vordergrund.“

Conny: „Hast du einen Lieblingstrack?“

Andreas: „Ich habe ein paar Lieblingstracks. Ich finde „I love you“ zum Beispiel sehr gut. Es geht darum, sich selbst so zu nehmen, wie man ist.“

Conny: „Was erwartet die Fans auf deiner Tour?“

Andreas: „Wir sind mit kompletter Band unterwegs. Wir werden einige Stücke vom neuen Album und ein paar alte Dinger spielen. Es wird auf jeden Fall rocken… das hat sich schon bei den Proben herauskristallisiert (lacht).“

Conny: „Hast du dich besonders auf die Tour vorbereitet?“

Andreas: „Naja, wir haben seit dem ESC Touren gespielt und viele Shows gemacht… da war das Ganze ja auch kein Problem.“

Conny: „Was würdest du Menschen raten, die befürchten, selbst unter Depressionen zu leiden?“

Andreas: „Ganz einfach: den Hausarzt aufsuchen und sich gegebenenfalls an einen Psychologen überweisen lassen. Oftmals gesteht man sich Depressionen auch nicht richtig ein.“

Conny: „Was hat sich in den letzten Jahren für dich verändert?“

Andreas: „Ich bin sortierter und kann, seit ich in Therapie bin, auch besser an mir arbeiten.“

Conny: „Was planst du für 2016/ 2017?“

Andreas: „2017 kommen eine neue, akustische Tour, Festivals im Sommer und noch mehr. Zudem möchte ich den Schritt ins Ausland wagen. Es wäre doch schön, wenn wir uns auch dort auf dem Markt etablieren könnten.“