Januar ist Zählmonat! Mach mit bei der Aktion „Stunde der Wintervögel“

Januar ist Zählmonat! Mach mit bei der Aktion "Stunde der Wintervögel" Symbolfoto
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Am 6., 7. und 8. Januar 2023 findet wieder die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden.

„Im vergangenen Januar haben mehr als 176.000 Menschen mitgezählt. Wir freuen uns über die anhaltend hohe Beteiligung bei unseren Aktionen. Unsere Vogelwelt-App, über die man auch an der Zählung teilnehmen kann, hat inzwischen die Zwei-Millionen-Marke bei den Downloads geknackt. Das zeigt, wie groß das Interesse an der heimischen Natur ist“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

„Wer Wintervögel erfreuen sich an Saaten und Meisenknödeln, die ohne Netz angeboten werden. Es kann sein, dass es in diesem Winter weniger Betrieb am Futterhaus gibt, da 2022 ein Mastjahr ist, was bedeutet, dass Eiche, Buche, Fichte und andere Bäume eine außerordentlich hohe Menge an Früchten hervorgebracht haben. Wer etwas Gutes tun möchte, sollte aus seinem Garten oder Balkon ein Mini-Naturschutzgebiet machen und diese möglichst wild und mit heimischen Gehölzen, Stauden und Kräutern naturnah gestalten.“

Miller: „Kleiber, Eichelhäher, Kernbeißer und Buntspecht, Buchfink und auch der Bergfink als Wintergast sowie der Erlenzeisig leben von den Baumfrüchten. Für sie ist der Tisch in diesem Winter überreich gedeckt.“

In den letzten Jahren sind Mastjahre ungewöhnlich häufig aufgetreten. Das scheint eine Folge des Klimawandels zu sein. Warme, trockene Sommer begünstigen einen hohen Blütenansatz. Auch die Spätfröste, die durch den Klimawandel vermehrt auftreten, fördern ein Mastjahr im Folgejahr. Dadurch kommt es im Wald zu Stressblühereignissen und Massenfruchten. „Interessant wird sein, wie sich die typischen Waldvogelarten diesen Winter verhalten werden“, so Miller.

„Möglicherweise bleiben sie eher im Wald und kommen nicht so oft in die Siedlungen. Das würde bedeuten, dass wir weniger Futterhausgäste sehen und zählen.“ Allerdings hänge das auch immer vom Wetter am Zählwochenende ab, so Miller weiter.

Wie könnt ihr mitmachen?

Wer mitmachen will, beobachtet einfach eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist.

Diese Information kann man dann online unter www.NABU.de/vogelwelt oder in der Vogelwelt-App melden – bis zum 16. Januar gibt es hierfür nochmal einige Extrastunden!

Auch telefonische Meldung ist möglich: Rufnummer 0800-1157-115 ist vom 7. und 8. Januar jeweils von 10-18 Uhr kostenlos erreichbar!

Oder per Post: Einfach von den Teilnahmeflyern die Meldebogen-Postkarte abtrennen und bis zum 16. Januar an NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin schicken – 70 Cent frankieren bitte!

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