Hallo, ihr Lieben!
Heute haben wir für euch das Summerjam, Europas größtes Festival dieser Art, besucht. Es war verregnet, grau und sehr musikalisch. Ja, wir hatten Spaß. Dennoch verlassen wir das Gelände mit gemischten Gefühlen.

Headliner und andere

Nachdem Sido gestern Abend die Red Stage gerockt hatte (und wohl doch mehr Reggae Fans begeisterte, als erwartet wurde), ging es heute ein wenig „einschlägiger“ zu. Künstler wie Cali P. oder Jugglerz Radio schwoften sich in die Herzen der Gäste und wurden mit tosendem Applaus belohnt. Auch wer die Bands bisher noch nicht kannte, hopste schon schnell ausgelassen über die Wiese.

Besonders besucherfreundlich: die nächsten Fressbuden waren von den beiden Stages nur wenige Meter entfernt. Mampfen und hoppen? Durchaus möglich.

Keiner muss hungern!

Beim Summerjam wird definitiv niemand verhungern. Die Preise sind hier jedoch -vor allem mit Hinblick auf die Größe der Becher und die Qualität des Essens- teilweise wirklich pfeffrig. So kostete ein kleiner vegetarischer Döner mit *sorry* Fertigsauce 4 Euro. Die kleine Fanta schlug mit 3,50 Euro zu Buche (plus 1,50 Euro Becherpfand). Besonders mit Hinblick auf Preisen auf Festivals sind wir wirklich nicht knausrig. Gerne zahlen wir, wie beispielsweise beim „A Summer’s Tale“ etwas mehr… solange es schmeckt. Leider hat uns das Summerjam in dieser Hinsicht etwas enttäuscht.

„Ist das Gras?“

Für manche mag der Joint zum Reggae gehören, wie die Groupies zum Headliner. Dennoch fällt auf, dass der Mix aus teilweise so proklamierten „Familienfestival“ und Grasgeruch vor den Stages nicht aufgeht. Während Kiddies lustig auf der Wiese hüpfen, schnuppert mein Kollege und meint: „Sag mal, das riecht hier doch nach Gras, oder?“ Ja, das tat es. Und genau das stößt mit Hinblick auf das teilweise auch sehr junge Publikum auch negativ auf.

Fazit

summerjam_2017

Summerjam 2017

Im Vorfeld haben wir viel darüber gelesen, dass sich ehemalige Fans des Summerjam in diesem Jahr gegen eine Karte entschieden haben. Der Zauber sei verflogen, die Headliner unpassend, … was auch immer. Wir sind der Meinung, dass beim Summerjam derzeit wirklich noch ein wenig Luft nach oben ist. Die Sicherheitskontrollen am Einlass waren top. Vielleicht sollte ebenso mit Hinblick auf *sagen wir mal* in Deutschland nicht legale Substanzen ein wenig aufmerksamer vorgegangen werden. Ansonsten wird es schwer, Familien weiterhin von der Qualität der Veranstaltung zu überzeugen.

Doch nun zum positiven Teil: Ja, wir hatten Spaß! Fast überall begegneten uns fröhliche Menschen, die nur eins wollten: gemeinsam feiern. Summerjam, das was uns verbindet, ist mehr als „nur“ eine Hass-Liebe. Du bist uns sympathisch geworden, hast viele tolle Menschen und eine verlässliche Orga, die hinter dir stehen. Jeder kann sich ändern. Vielleicht sehen wir uns wieder?! An uns soll es nicht liegen!

Pro:

  • Strengere Sicherheitskontrollen
  • Nette Securitys und Helfer
  • Breit gefächertes Essensangebot
  • Gut gelauntes Publikum

Con:

  • Grasgeruch an den Bühnen
  • Vergleichsweise teures Essensangebot

Liebst,
Conny

Summerjam 2017 in Bildern!

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