Vor ein paar Tagen waren wir beim Elspe Festival zu Gast und haben uns „Winnetou I“ gegönnt. Optimal. Immerhin gehöre ich zu den Wenigen, die die Filme weder im TV gesehen, noch die Bücher dazu gelesen haben. Null Grundkenntnisse sind jedoch bekanntermaßen die besten Voraussetzungen, sich mit einem solchen Kult zu befassen.

Wirklich ein kleines Festival!

Die „Karl May Festspiele“ in Elspe sind wirklich ein kleines Fest. Ein Western-Fest. Hier kann nicht nur eine beeindruckende Show (dazu später mehr), sondern auch ein breitgefächertes Rahmenprogramm genossen werden. Egal, ob Vogel-Flug-Show oder Western Dance zur Musik der aktuellen Charts: hier wird einiges geboten. Trotz eher schlechtem Wetter begaben sich die Massen schon Stunden vor dem eigentlichen Highlight in die „Arena“… oder besser gesagt: auf das Gelände. Hier gab es einiges zu sehen. Die Kulissen lehnen sich komplett an eine Western-Stadt an… inklusive Saloon mit Pommesverkauf.

Besonders gut hat uns auch die Musikshow „Best of Country Music“ gefallen. Sie hat nicht nur das Warten auf die ersten Explosionen auf der Freilichtbühne verkürzt, sondern auch für den ein oder anderen Ohrwurm gesorgt.

„Winnetou I“

Das eigentliche Highlight des Elspe Festivals ist natürlich derzeit „Winnetou I“. Unter anderem mit den beiden Hauptdarstellern Jean-Marc Birkholz und Kai Noll wird hier geritten, gerauft und geschossen, was das Zeug hält. Ja, zwischen Zelt und Saloon fliegt hier einiges in die Luft. Vor allem kleinere Kinder sollten dann doch einen Gehörschutz tragen. Sogar unserem Kameramann ist einmal beinahe sein Arbeitsgerät aus den Händen geflutscht.

Doch nun zum Wesentlichen: wir haben uns „Winnetou I“ angesehen und hatten sofort Lust auf den zweiten Teil! Die Handlung wird super auf die Bühne gebracht, wirkt an keiner Stelle in die Länge gezogen und ist -vor allem dann, wenn man die Story eben nicht kennt- extrem spannend. Woher sollte ich als „Winnetou“-Neuling denn wissen, dass das Indianermädchen stirbt? Okay, für mich war das Ganze damit vielleicht noch eine Spur aufregender. Sei’s drum. 99% der Anwesenden dürften es gewusst haben.

Fakt ist: ja, es ist definitiv möglich, einen Klassiker auf die „große Bühne“ zu bringen. Schauspieler, Pferde und Pyrotechnik haben super miteinander harmoniert und die circa 90 Minuten wie im Fluge vergehen lassen.

Mein Held: der Stuntman

Stunts im Fernsehen zu sehen, sind eine Sache,… diese jedoch aus nächster Nähe bewundern zu dürfen, eine andere. Meine absolute Hochachtung hatte an diesem Tag der Stuntman gewonnen, der als „Santer“ brennend einen Wasserfall hinuntersprang. Feuer und Höhe… ich wäre gestorben. Aber ich habe ja -zum Glück- auch einen anderen Job. Auch die Kinder im Zuschauerbereich waren noch lange begeistert von genau diesem Sprung.

Fazit

Jeder, der sich in den kommenden Tagen in der Gegend um Elspe aufhält, sollte das Festival besuchen. Das Stück macht nicht nur Spaß, sondern auch das Rahmenprogramm stimmt. Zudem sind die Mitarbeiter vor Ort freundlich und ihr müsst auch keinen Kredit für das ein oder andere Souvenir vor Ort aufnehmen.

Denkt nur -wie gesagt- daran, dass Dynamit nicht nur im Film laut sein kann und schützt -falls ihr hier empfindlich seid- eure Ohren.

In diesem Sinne: wir freuen uns auf Teil II im Jahre 2018!

Liebst,
Conny
 

Unsere Bildimpressionen vom Elspe Festival 2017

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