Wer das Kingdom of New Horizons mit seinen sieben Welten erreichen will, muss sich auf eine geheimnisvolle Tour über den Nürburgring begeben. Geführt werden die Traveller dabei vom magischen Kompass, dessen Nadel unerlässlich über der Hauptbühne, dem „Capital Park“ Runden dreht. Eine mysteriöse Stimme aus dem Off der Hauptbühne heißt die 55.000 -teils weit aus dem Ausland angereisten Traveller (so heißen die Festivalbesucher hier)- in der Zukunft willkommen. In sieben magischen Welten des Königreichs sollen sich die Traveller zwei spektakuläre Tage und drei fantastische Nächte lang verlieren und ausschließlich von Elektronischer-Dance-Music leiten lassen.

Unschlagbares Lineup!

Die Musik stammt im Jahr der Weltpremiere von den Platten 150 nationaler und internationaler DJs in allen Formen und Geschmacksrichtungen von EDM, House, Trap, Techno und Hardstyle bis Trance und Goa. Ein unschlagbares Line-Up mit 28 weltberühmten Künstlern wie Robin Schulz, Felix Jaehn, Tiësto, DVBBS, Martin Solveig, Dimitri Vegas & Like Mike, Afrojack, Armin van Buuren, Alesso, Axwell^Ingrosso, Gestört Aber Geil und Headhunterz toben sich über zwei Tagen auf der Mainstage Capital City, im Urban Circus, der Trap Town, Dark Valley, Trancetonia, Factory 49 und Garden of Goa aus und ziehen alle anwesenden 55.000 tausend Dance Music Fans in ihren Bann.

Dies und die aufwendigen Bühnenaufbauten, die der Veranstalter ALDA, dank jahrelanger Erfahrung in Stage-Design, Storytelling und Special Effects auf der Rennstrecke des Nürburgrings errichtet hat, übertreffen alles je Dagewesene. Sie erinnern an Raumschiffe aus fernen Galaxien, sind animiert durch Lichtshows und Pyrotechnik und bescheren den Travellern staunende Augen und unvergessliche Momente. Da dürfen auch drei Meter große Ballon-Roboter nicht fehlen, die auf Stelzen durch die Menge tanzen.

Kein Wunder also, dass die Stimmung bei allen Beteiligten durchweg positiv ist. Es scheint doch etwas dran zu sein, an den Worten des Djs Showtecks, der während seiner Show sagt, dass Dance-Music Menschen friedlich zusammenführt- egal welcher Herkunft. Das friedliche Miteinander konnte auch eine kleine Unterbrechung wegen Unwetter nicht erschüttern. Aus Sicherheitsgründen mussten die Veranstalter das Gelände kurz vor Ende des ersten Festivaltages räumen. Genau das ist aber genau so organisiert verlaufen, wie auch das komplette Festival.

Tolle Organisation!

Das Debüt ist den Veranstaltern gut gelungen und lässt wenig Wünsche offen. Durch die übersichtliche und weitläufige Geländegestaltung verläuft sich die Masse. Die Flächen vor den Bühnen wirken dank Wellenbrechern nie überlaufen. Dazu nur kurze Schlangen vor den zahlreichen Sanitären-Anlangen, die mit genügend Personal stets sauber sind. Für Essen und Trinken ist an unzähligen Ständen (über das Gelände verteilt) gesorgt und das Angebot reicht von Vegan bis Fleisch, von bayrischen Kässpätzle bis mexikanischen Burritos. Nur die Bezahlung erweist sich als verwirrend, denn die läuft per Chip und Creditsystem. Sehr entspannt ist das Bezahlen mit dem Chip am Handgelenk. Dieser befindet sich direkt am Festivalband und muss zum Bezahlen einfach nur an einen Scanner gehalten werden. Kein Bargeld, schnelle Abwicklung, kein Warten. Vorher muss er natürlich mit reellem Geld aufgeladen werden.

Das funktioniert sogar vorab über die Internetseite des Festivals. Der Haken ist aber, dass man schnell das Gefühl für den Wert verliert und so überhaupt nicht merkt, dass einige Gerichte preislich selbst für ein Festival fernab von Gut und Böse sind. Ansonsten kostet ein Softdrink (330ml) beispielsweise 2,90 € und eine Tüte Pommes 4,30 €, was durchaus noch in Ordnung ist. Definitiv verbesserungswürdig ist aber noch die Informationsweitergabe an das Personal.

Denn auf die Frage, wo man denn nach Festivalende den Restebetrag vom Chip zurückbekommen könnte, wusste niemand eine Antwort und so wurden viele Festivalbesucher um 4 Uhr morgens fragend von Stand zu Stand geschickt. Das Informationszelt, Lost and Found und auch die Bargeldschalter hatten bereits vor Festivalende Feierabend gemacht. Glück hat, wer auf einem kleinen Geldbetrag sitzen bleibt, andere haben sich lautstark über ihre verlorengeglaubten 50 Euro völlig mit Recht aufgeregt. Hier muss eine Lösung gefunden werden.

Das Fazit!

7 Traumwelten, 7 verschiedene Festivals auf einem Gelände, tolles Line-Up mit DJs, die sonst nur in den Metropolen dieser Welt auflegen hautnah, euphorische Stimmung beim komplett gemischten und teils internationalen Publikum. Ein Wochenende fernab der Realität. Kurzum: Die Premiere ist ein voller Erfolg!

…und wie immer, wenn etwas Spaß macht, geht die Zeit viel zu schnell vorbei und dann steht plötzlich die Kompassnadel am Kopf der Mainstage still und die mysteriöse Stimme entlässt ihre Traveller zurück in die Realität…oder eben auf die Isomatte des Campingplatzes.

Die nächste Reise in die Zukunft startet übrigens am 24. und 25. August 2018! Are you a Traveller? Dann sehen wir uns nächstes Jahr in einer anderen Welt wieder.

Bis dahin!

Vanessa

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