Die Sonne stand schon tief als er in einem Outfit, dass stark an einen gut gekleideten Flamingo erinnerte, die Bühne betrat. Man schrieb das Jahr 1993 und das Album „Are You Gonna Go My Way“ stand seit etwa zwei Monaten in den Plattenläden. Während die Menge tanzte und inbrünstig die neuen Lieder mitsang, zogen schwere dunkle Wolken über die Bühne hinweg. Das war vor 26 Jahren und während viele andere Bands von damals heute nur noch Tonträger verkaufen, ist Mr. Kravitz wieder auf Tour. Vor gut einem halben Jahr erschien sein 11. Studioalbum „Raise Vibration“. Am Pfingstsonntag wird er nun wieder beim Pinkpop spielen. Die Menge wird jubeln und die Stücke werden die Tage überdauern.

Es begann am 18. Mai 1970

Aber genug der Sentimentalität. Zum 50. Geburtstag sollte davon aber ein bisschen erlaubt sein, denn das Pinkpop ist das älteste, kontinuierlich veranstaltete Musikfestival Europas. Es begann am 18. Mai 1970, ein Jahr nach Woodstock und konnte bereits im ersten Jahr mit 10.000 Besuchern einen grandiosen Erfolg verbuchen. Damals spielten Golden Earring und in diesem Jahr ist diese niederländische Band, die sich 1961 gegründet hat und damit eine am längsten bestehende Rockband der Welt ist, wieder dabei. Somit ist es quasi Teil der Tradition, dass Nachhaltigkeit der Musik mit der Veranstaltung verbindet.

Das diesjährige LineUp von Pinkpop bringt Bands wie Fleetwwod Mac, The Cure, Jamiroquai, Bastille, Armin van Buuren, Slash ft. Myles Kennedy & The Conspirators, Elbow, George Ezra, Tenacious D, Bring Me The Horizon, Cage The Elephant, The Kooks sowie die Mumford & Sons auf die Bühne und hat damit an drei Tagen eine Anzahl spektakulärer Gigs aneinandergereiht. Insgesamt über sechzig Künstler sind vertreten und werden von Samstag, den 8. Juni 2019 bis Pfingsmontag, den 10. Juni 2019 in Megaland, der ehemaligen Rennbahn von Landgraaf, die Besucher begeistern.

Wie immer kann auf dem Gelände gezeltet werden und das Pinkpop-Team richtet die Rahmenbedingungen entsprechend den Vorgaben des Green ’n Clean Awards aus, um eine saubere und ökologisch verantwortungsvolle Veranstaltung zu organisieren. Darüber hinaus bitten die Veranstalter auf Ihrer Webseite schon bei der Anreise auf volle Besetzung der Autoplätze zu achten oder eine Alternative und umweltfreundliche Transportform wie das Fahrrad zu wählen, sollte man aus der näheren Umgebung anreisen. Die Anreise mit dem Zug ist ebenfalls problemlos möglich. Zwischen dem Festivalgelände, den Campingplätzen und dem Bahnhof fahren regelmäßig Shuttle-Busse. Das Tagesticket kostet jeweils 100,- € und das Festival-Ticket für drei Tage Konzerte inkl. Zelten ab Freitag ist für 220,- € (zzgl. 10,- € Müllgebühren pro Person) zu haben. Ein Teil der Einnahmen kommt Amnesty International zugute, die auch auf dem Festivalgelände vertreten sind.

Alle Infos unter pinkpop.nl

Tot dann toe op de Pinkpop,

Carsten