Hallo, ihr Lieben!

Heute war/ ist es dann also endlich soweit. Das „Race am Rhein“ soll Düsseldorfer und Touris auf die Tour de France im kommenden Jahr einstimmen. Keine Frage: egal, ob über 46 oder 92 km: wer hier mitfährt sorgt für einen Adrenalin- und Sportkick der ganz besonderen Art. Auch der Druck auf die Orga ist sicherlich groß. Immerhin hat die so oft zitierte „Sportstadt Düsseldorf“ einen Ruf zu verlieren, oder? Besonders in sicherheitstechnischer Hinsicht dürfen hier keine Wünsche offen bleiben.

… womit wir auch schon beim Thema wären…

Sicherheit! Wenn ein Radfahrer mit seinem hohen km/h-Pegel den Berg im Grafenberger Wald runterbrettert, möchte ich nicht auf der Fahrbahn stehen. Ebensowenig möchte ich im Auto meinem Vordermann auffahren, wenn dieser gaffend von 50 auf 15 km/h runterbremst. Aber sollten wir nicht die Kirche im Dorf lassen?
Mit Verlaub: wenn ich als Familie eine ca. vier Meter breite Straße 20 Minuten VOR dem Start IN DER INNENSTADT nicht mehr überqueren darf, wenn ganze Stadtteile lahmgelegt werden und ein Krankenhaus aufgrund der Verkehrsführung so gut wie nicht mehr erreichbar ist, dann sei eine Nachfrage an die Verantwortlichen durchaus gestattet.

Was soll das?

Die Security vor Ort macht ihren Job. Aber wer hat hier entschieden, Teilbereiche zu isolieren und eine Straße nicht einmal mehr zu Fuß überqueren zu lassen, wenn die Teilnehmer des Race am Rhein sich noch am Start dehnen? Ich bin schon lange nicht mehr in diesem Ausmaß mit der so bekannten „deutschen Bürokratie“ konfrontiert worden wie heute. Wir sind jedoch nicht die Einzigen, die sich aufregen. Egal, ob auf den Seiten von Antenne Düsseldorf, dem Express oder der RP: die Leute sind einfach frustriert.

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Race am Rhein 2016

Wie gesagt: Sicherheit geht vor. Vor allem Autofahrer konnten hier sicherlich an der ein oder anderen Stelle umplanen, aber eben auch nicht immer. Fakt ist: die verkehrstechnischen Entscheidungen des heutigen Tages sind (nicht überall, aber oft) Müll. Sowohl Krankenhäuser als auch andere Einrichtungen müssen, und das sagt jedem der klare Menschenverstand, immer erreichbar sein!

Also: bitte nachsitzen und dann nacharbeiten! Sport, auch gerade Fahrradfahren, ist was Tolles. Bitte überschattet das Spektakel nicht durch eine Planung, die Fehler aufweist, die Schülern in einem Planspiel angekreidet worden wären.

Allen Teilnehmern wünschen wir natürlich ein erfolgreiches Rennen ohne Stürze. Unserer Stadt wünschen wird, dass sich alles bis zur Tour de France wieder einspielt. Ansonsten dürfte der durchschnittliche Düsseldorfer im kommenden Jahr eher verhalten auf das Event reagieren.

Liebst,

Conny