Wasser… bitte was?“ – Ja, Wassertrüdingen. Ein Ort, „irgendwo in Bayern“, „da unten bei Nürnberg,… aber eben nur grob“.

Genau dort fand am letzten Wochenende der Tough Mudder Süddeutschland statt. Mit am Start: ich. Dieses Mal als „One (Wo)man-Show“. Ohne Team. Und trotzdem wurden auch die Einzelgänger(-innen) natürlich unter dem bekannten Teamspirit ins Ziel getragen. Standardsätze des Tages: „Tschuldigung, kannst du mal? – Danke!“ und „Och, dafür brauch ich aber ne Räuberleiter!“. Sei’s drum! Überall ritterliche Mudder, die der 1,60m Frau über Holzwände und ähnliches halfen.

Ein Streckenkonzept á la „back to the roots“

Nein, der Mix aus „Half“ und Full“, wie er beispielsweise in Arnsberg praktiziert wurde, stieß nicht überall auf Wohlgefallen. Daher wurde das Konzept in Süddeutschland überarbeitet. Half und Full liefen sich nur vergleichsweise kurz über den Weg, das Ganze wurde damit ein wenig entzerrt und die Wartezeiten an den Hindernissen hielten sich in Grenzen.

ough_mudder_2018_wassertrüdingen_2Hindernistechnisch fuhr Tough Mudder wieder einen Mix aus alten Klassikern auf, die vor allem bei den Legionären schon von Weitem ein Grinsen auf das Gesicht zauberten. Mit am meisten Respekt flößten hier vor allem „Electric Eel“ und „Arctic Enema“ ein. Vor allem Klaustrophobiker hatten jedoch mit „Cage Crawl“ zu kämpfen. Kurz: es gab sicherlich auch dieses Mal keine Art von Angst, mit der die Macher nicht spielten.

12.000 Jungfrauen und Legionäre sollten am letzten Wochenende also an den Start gehen. Die Stimmen auf dem Kurs? Weitestgehend positiv, vor allem mit Hinblick auf das alte, neue Streckenkonzept und eine ausreichende Verpflegung in Form von Wasser, Magnesiumwasser, Bananen und Schokoriegeln.

An der Base sorgten verschiedene Stände für Abwechslung für die Zuschauer, während diese auf die Rückkehr ihrer Helden warteten.

Neue Hindernisse in Planung?

Ein Blick auf die Seite von Tough Mudder lässt Großes erahnen. So kann immer wieder ein Blick auf neue Hindernisse bzw. deren Entstehen erhascht werden. Zudem hatten die Mudder am Wochenende auch die Möglichkeit, ein neues Hindernis auszutesten, bei dem zwei Teilnehmer eine Strickeiter spannen mussten, über die ein anderer Mudder balancierte. Fazit: witzige Idee, die mit Wassergraben sicherlich noch ein wenig herausfordernder werden dürfte.

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Tough Mudder 2018 Wassertrüdingen/ Warnung Eichenprozessionsspinner

Bier, Shirt und … Punkte?!

Fun Fact am Rande: nicht wenige Mudder wunderten sich einen Tag nach dem Lauf über rote, juckende Punkte am Körper. Ja, auch ich. Glücklicherweise handelt es sich hierbei jedoch NICHT um eine Pockenepidemie, sondern vielmehr um Spuren des Eichenprozessionsspinners (laut offizieller Aussage von Tough Mudder), der dieses Jahr aufgrund der Rekordhitze wohl besonders aktiv war. Aber mit ein wenig Geduld, Selbstbeherrschung (bloß nicht jucken!) und Creme ist auch dieses „Erinnerungsstück“ in der Regel schnell wieder Geschichte.

Liebst,
Conny