Am Abend des 19. März lud das Septett rund um Subway to Sally in die Bochumer Christuskirche zu ihrer „NeoN Ekustik Tour 2016“ ein, um ihren Fans einen ganz besonderen Abend zu spendieren. Ein drittes Mal sollte es nämlich keine Akustik-Tour geben, weswegen sich die Mittelalter-Rocker den Elektro-Musiker Johannes Schlump an ihre Seite holten. Jener arbeitet unter dem Künstlernamen „Cop Dickie“ und wirkte bereits an dem aktuellen Studioalbum Mitgift mit.Dickie sorgte für die elektronischen Elemente des Abends, während Eric Fish, Frau Schmitt und der Rest der Band auf durch und durch akustische Instrumente zurückgriffen. Der Kartenbestand des Abends war übrigens restlos ausverkauft. Daher bestätigten die Potsdamer noch einen Zusatztermin für den 20. März. Die Kirche war dementsprechend voll und die Stimmung bereits angeheizt. Was genau sollte die Fans erwarten, die sehnsüchtig auf den Beginn des Konzerts warteten?Kurz nach 20 Uhr gingen die Lichter aus und Cop Dickie betrat in einem dunklen Gewand und mit einer Maske vor dem Gesicht die Bühne. Seine Instrumente stellten einen wahren Blickfang dar, gehörte beispielsweise eine blau leuchtende Kugel zu seinem Repertoire. Glocken läuteten, kirchlicher Gesang drang aus den Boxen und Subway to Sally betrat die Bühne. Mit „Wenn Engel hassen“ begannen die Musiker den Abend und die elektronischen Einflüsse von Cop Dickie ließen das Kirchengemäuer erbeben.Subway to Sally – „NeoN Ekustik“

Subway to Sally – "NeoN Ekustik"

Subway to Sally – „NeoN Ekustik“

Seine Bässe drangen durch Mark und Bein und gerade auf der Empore waren die Vibrationen deutlich zu spüren, die aus den Instrumenten des Elektro-Musikers strömten. Die Neu-Interpretationen bekannter „Subway to Sally“-Songs machten wirklich Spaß und immer wieder sorgte Cop Dickie für dröhnende Sounds, die Elektro- und Dubstep-Liebhabern nicht fremd gewesen sein dürften. Das Publikum applaudierte des Öfteren, sorgte Cop Dickie auf diesem Weg doch für eine gewisse Härte, die nur selten in den Gemäuern einer Kirche zu hören sein dürften.Von den Liedern her erwartete die Fans ein bunt gemischter Beutel der musikalischen Geschichte der Band. Ältere Stücke wie „Unsterblich“, „Henkersbraut“ oder „Kleid aus Rosen“ gesellten sich zu aktuelleren Liedern wie „Schwarze Seide“ oder „Grausame Schwester“. Am Ende wurde für „Julia und die Räuber“ sogar der Dudelsack ausgepackt und es wurde ausgiebig getanzt und gefeiert – ein mehr als gelungener Abend!Für die Bühne und die Lichteffekte hatte sich Subway to Sally ebenfalls etwas einfallen lassen. So wurden mehrere Neonröhren aufgestellt, die für einige Musiker als Rahmen dienten und in den unterschiedlichsten Farben leuchteten. Kleine Laternen sorgten eher für ein gedämmtes Licht, wobei jene zusätzlich wie Kerzen leuchteten und somit für eine dunklere und gleichzeitig intimere Atmosphäre sorgten.
Subway to Sally – "NeoN Ekustik"

Subway to Sally – „NeoN Ekustik“

An der Front saßen Erik Fish und Gitarrist Ingo, beide jeweils mit mehreren Instrumenten ausgestattet, die nicht immer ihren Weg auf die alltägliche Konzertbühne finden würden. Dahinter hauste Drummer Simon Michael. Um die Drei herum wurden die restlichen Band-Mitglieder positioniert, Cop Dickie befand sich dabei an der höchsten Stelle.Das NeoN-Programm dürfte den Fans der Band auf jeden Fall noch lange im Gedächtnis bleiben, denn solch ein Konzert erlebt man – gerade in einer Kirche – wirklich nicht jeden Abend.Also bis zum nächsten Mal. Möglicherweise sehen wir uns ja bei der Eisheiligen Nacht?Auf ein tolles Konzert,Dennis