Hallo und Helau, ihr Lieben!

Gestern wurde der Höhepunkt der Karnevalsession gefeiert. Düsseldorf verwandelte sich einmal mehr in einen bunten Hexenkessel. Unter anderem ließen es sich sogar die Toten Hosen nicht nehmen, mit ihrem „Laune der Natur“-Wagen am Zoch teilzunehmen. Auch Elton, Deutschlands berühmtester Praktikant war einmal mehr mit dabei.

Sonne, Hosen, gute Laune

Laut aktuellem Stand war der Rosenmontag in Düsseldorf ein friedliches, buntes, lautes Fest ohne besondere Vorkommnisse. Dass Campino und seine Jungs auf einem eigenen Wagen mitfahren sollten, blieb lange Zeit geheim. Für die Band war es keine Premiere. Schon in den 90ern wurde nicht nur gepunkt, sondern auch „Helau!“ gebrüllt. Dieses Mal schien es jedoch, wahrscheinlich eben WEIL das ganze Unternehmen so geheim war, deutlich gesitteter zuzugehen als damals.

Laune der Natur
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Spätestens jedoch, als Campino vor dem Rathausplatz „Wünsch‘ dir was!“ anstimmte, bekamen die Zuschauer jedoch sicherlich auch am TV eine Gänsehaut, die mindestens bis nach Köln reichte.

Auch wettertechnisch konnte sich wohl niemand beschweren. Während wir gestern beim „Veedelszoch“ noch mit Hagel „verwöhnt“ wurden, strahlte heute die Sonne vom blauen Himmel. Kalt war es dennoch. Warme Kostüme entsprechend Gold wert.

Eine friedliche Bilanz?

Bisher schon. Abgesehen von kleineren Schlägereien und einigen Aufenthalten auf der Wache stellte der Rosenmontag 2018 keine Besonderheit dar. Und das, obwohl -laut aktuellen Angaben- circa 450.000 Jecken in den Gassen der Altstadt feierten.

Eine weitere Premiere: ein Wagen der jüdischen Gemeinde

2018 markiert nun auch das Jahr, in dem zum ersten Mal ein Wagen der Jüdischen Gemeinde Teil des Karnevalszuges in Düsseldorf war. Besagter Wagen wurde von Jaques Tilly erbaut und zeigte den wohl bekanntesten, jüdischen Sohn der Stadt: Heinrich Heine. Entsprechend wurde nicht nur „Helau!“, sondern auch „Schalom!“ gerufen. Nach „Wünsch‘ dir was!“ also der zweite Gänsehautmoment des Zuges. Wer hätte 1933 gedacht, dass es in Deutschland einmal wieder möglich sein sollte, dass ein jüdischer Wagen bei einem Karnevalsumzug mitfährt und frenetisch bejubelt wird? War Karneval zu Zeiten des Dritten Reiches nicht das Fest, das die Verunglimpfung von Juden noch weiter in den Vordergrund rückte?

Politisch, böse, aber vorsichtig?

Mit Spannung wurden selbstverständlich auch wieder alle anderen Werke Tillys erwartet. Und die fielen in diesem Jahr vergleichsweise … dezent aus. Wobei: wie dezent ist ein Martin Schulz, der durch den Fleischwolf gedreht wird? Oder ein Donald Trump, der „Doggy Style“ vom Russischen Bären genommen wird? Dennoch: die harten Schlagseiten in Richtung Terror blieben 2018 aus. Stattdessen: Angie, als männermordende Tarantel und ein Christian Lindner im Angsthasenkostüm. Einer fehlte in der Riege der Wägen gänzlich: OB Geisel. Ob er darüber wirklich glücklich war? Immerhin ist es auch eine Ehre, von „unserem“ Tilly aufs Korn genommen zu werden.

Morgen ist Aschermittwoch… und damit alles vorbei. Aber… glauben wir einfach Campino: „Es kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft…“ – und damit auch die nächste Session.

Liebst,

Conny

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