Noch einmal will der erfolgreiche Musiker Peter Kraus auf die Bühne und mit seinen Fans eine tolle Tournee feiern. Nach seiner eigentlichen Abschiedstournee „Das Beste kommt zum Schluss“ spielt er noch eine „Zugabe“ und reist abermals durch die Konzerthallen Deutschlands.

Vergangenen Mittwoch, am 18. Mai, besuchte er die Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle.
Die Mehrheit der Zuschauer ist im höheren Alter und nicht wenige Rentner kommen in Begleitung ihrer Kinder. Manche sind jedoch so frisch wie eh und je und „sausen“ mit ihrem Rollstuhl, bei dem teilweise die Räder bunt leuchten, durch die Gegend.

Gegen 20 Uhr startet das Konzert, indem ein Bühnen-Techniker den Sender eines äußerst in die Jahre gekommenen Röhren-Fernsehers einstellt, der auf einer Leinwand dargestellt wird. Am richtigen Rädchen wird schnell gedreht und so bessert sich auch der Empfang. Der Fernseher zeigt durch die Bank weg alte Aufnahmen von Kraus und in der Pause sogar eine beinahe schon „antike“ Folge von „Was bin ich?“ mit Robert Lembke.

Die richtige Stimmung ist also schnell eingefangen, nach und nach betreten die Musiker die Bühne und auch Peter Kraus zeigt sich endlich. Selbst mit Ende 70 hüpft und bewegt sich der Rock ’n’ Roller über die Bühne und strahlt eine Menge Energie aus. Das Publikum ist sofort dabei und die Stimmung ist von Anfang an allererste Sahne. Alle Musiker strahlen und sind voller Elan bei der Sache. Besonders der Herr und die beiden Damen vom Chor bewegen sich, lächeln und lachen viel. Das hält die Stimmung aufrecht, wie es bei einer Abschiedstournee auch sein sollte.
Dies liegt natürlich auch an den vielen Hits, die Kraus zusammen mit seinem Ensemble an Musikern zum Besten gibt. Beispielsweise singt er so einige Klassiker wie „Sugar Baby“ oder „Hula Baby“. Jedoch hat sich Kraus auch ein paar zeitgenössische Hits vorgenommen und sie in seinem eigenen Stil präsentiert. Beispielsweise „Lila Wolken“ von Materia, „Hamma!“ von Culcha Candela oder „Wann kommt die Sonne“ von Rosenstolz. Jene Lieder stammen von der Platte „Zeitensprung“.

Ein besonderer Moment ist es, als Kraus sich auf einen Barhocker setzt und neben sich einen zweiten platziert, jener jedoch leer bleibt. Nach den ersten Textzeilen wird klar, dass Kraus „Jede Menge Leben“ seinem verstorbenen Kollegen und Freund Udo Jürgens widmet. Im Hintergrund laufen dazu gemeinsame Aufnahmen der beiden Musiker und Kraus bedankt sich ganz herzlich bei Jürgens, Hingebungsvoll applaudiert auch das Publikum.

In der zweiten Hälfte stehen mehrere, vor allem weibliche Fans auf und flitzen zur Bühne, um ihre liebsten Songs hautnah mit Kraus zu singen. Die Stimmung wird mit jedem Lied besser und es fällt so gut wie gar nicht auf, dass die Konzerthalle nicht ausverkauft ist. Die ältere Generation kann eben doch noch ausgiebig und mit Freude feiern und es hat einfach Spaß gemacht, den Leuten beim Singen und Tanzen zuzuschauen.
Ein gelungener Abend, bei dem Peter Kraus seinen Fans noch einmal alles gegeben hat. Tolle Lieder, eine Menge Humor und ein rundum tolles Musiker-Ensemble machen diesen Abend zu etwas Besonderem.

Viel Spaß beim nächsten Konzert,
Dennis

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