Persönliche Erfahrungen bei einer Pressekonferenz mit dem „Terminator“

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 Hier ist der rasende, äh, bahnfahrende Reporter Simon Lechner, live und exklusiv für euch aus der „verbotenen“ Stadt , ähm Wohnstadt Krefeld von dem weißen, ähm roten Teppich…Mist, der ist auch schon wieder eingerollt…Also gut, gibt es eben einen Bericht aus meinem halben Arbeitszimmer über die Pressekonferenz mit Actionstar Arnold Schwarzenegger.
Nach einer kurzen Nacht und einem unruhigen Schlaf wegen der Niederlage am Vortag machte ich mich mitten in der Nacht (ich hasse einstellige Uhrzeiten nach dem Aufwachen) auf, um den Photocall und der Pressekonferenz für die Präsentation von Arnies neuem Film beizuwohnen. Es sollte ein interessanter Tag werden.

Foto: Simon Lechner
 

Angekommen in dieser Stadt südlich Düsseldorfs trugen mich als erstes meine Schritte in die Residenz – eine Astor Film Lounge: Pressescreening war angesagt. Pressescreening, watt is datt denn?, werdet ihr euch fragen. Nun, die Frage stellte ich mir auch und ich hatte halb erwartet, dass ich mich durch die Schar der Pressekollegen prügeln muss. Nun, zum Glück musste ich nicht Arnie nacheifern, sondern konnte mich ganz entspannt ins Kino (Ledersessel, verstellbare Rücklehne UND ein Hocker für die Füße. Will ich auch haben für zu Hause!) setzen, vier weitere unerschrockene teilten mein unangenehmes Schicksal: Ich durfte früh morgens hochoffiziell mit mir einen Film angucken und dazu noch den von vielen sehnsüchtig erwarteten neuen Schwarzeneggerfilm 🙂 Meine Rezension zum Film könnt ihr hier (Link) nachlesen.

 

Nach anderthalb Stunden war dann Hektik angesagt, das nächste Reiseziel war das Hyatt an der Messe und als bahnrasender Reporter muss man dabei einiges an Zeit einplanen. Leider konnte ich daher das Ende nicht sehen, was ich später doch etwas bereuen sollte. Denn Stars wären nicht Stars, wenn… aber dazu später mehr. Angekommen im Hyatt war ich zunächst vom Foyer beeindruckt. Feinster Teppichboden, Kristallleuchter und ein Wasserbecken mit Springbrunnen…der nächste Urlaub geht ins Hyatt… in dreißig Jahren vielleicht.

 

Beweisfoto
 

Nachdem ich meinen Mund wieder geschlossen hatte, ging es hoch in den ersten Stock, Photocall- und PK-Ausweise abholen, dann ab vor die Tür, zur Nervenberuhigung eine Zigarette rauchen (und auch Beweisfotos schießen) und wieder ab ins Hyatt und zum Photocall. In fünf Minuten kommt er, der Terminator… äh… Arnie. Die Kollegen von der Bildpresse waren schon zahlreich vorhanden, so dass ich mir einen Platz in der dritten Reihe suchen musste. Dies war auch besser so, denn ein wenig Neid kam auf: Alle technisch hoch gerüstet mit Markenkameras und ich stand da mit meiner kleinen Digitalkamera für dreißig Euro, was auch bei den umstehenden Kollegen für leichte Erheiterung sorgte. Aber egal, ich war da, um Fotos zu machen, auch wenn letztlich nur ein gutes Foto dabei rumgekommen ist.

Die Spannung steigt, noch eine Minute, gleich kommt er…oder doch nicht…aber jetzt…nein, nur die Presseagentin…ah jetzt…nein, verdammt. Muss er gerade noch die Menschheit retten? Vielen Dank an dieser Stelle an die wagemutigen Kollegen, die sich vor die Fotowand stellten und sogleich Mittelpunkt eines Blitzlichtgewitters wurden und für Erheiterung sorgten. Dann, endlich, die Tür öffnet sich und raus kommen…Jaimie Alexander und Johnny Knoxville und dann endlich himself, der Terminator, Mr. Gouverneur, Mr. Universum, Arnold Schwarzenegger. Alle drei stellten sich ohne Murren und Knurren den Wünschen der Fotografen und das Blitzlichtgewitter und erledigten den Photocall mit erstaunlicher Professionalität und auch gewisser Freude, so dass man den Stars die 15 Minuten Verspätung verzeiht.

Foto im Kasten, Sachen gepackt, ab rüber in den Pressekonferenzsaal, PK steht an. Platz gesucht, gemütlich hingesetzt und…wieder warten. Aber nur fünf Minuten, dann erschienen die Stars vorne auf der Bühne. Moderiert wurde die Pressekonferenz von Wolfram Konz. Die komplette Pressekonferenz will ich dann doch nicht wiedergeben, sondern einfach nur meinen Eindruck schreiben: Arnie kennt man, wenn man ihn denn überhaupt kennt, eher über seine Filme und seine Zeit als Gouverneur von Kalifornien. Nach der PK muss ich sagen: Ein durchweg grundsympathischer Mensch. So erzählte er von seiner Umweltinitiative (schöner Satz: „Wir haben viele Kämpfe auszutragen und der größte Kampf, den wir zu kämpfen haben, ist der für ein bessere, grünere Zukunft.“), wie er in Amerika zwanzig Jahre mit einem Panzer der österreichischen Armee rumgefahren ist, über seinen Fitnesszustand und seiner engen Verbundenheit zu Deutschland.

Am Ende der Pressekonferenz konnte man dann doch schon merken, dass es selbst für die erfahreneren Kollegen keine alltägliche Pressekonferenz war. Arnie war sofort von einem Schwarm Autogrammjäger umringt und ja, ich war auch versucht, mich in die Meute zu stürzen. Meine Motivation, an diesem Tag doch Arnie nachzueifern, war aber dann doch schon stark gesunken, zumindest hatte ich den Film gesehen, Foto im Kasten und die Pressekonferenz eifrig mitgeschrieben. So machte ich mich dann nach draußen in meinen kleinen persönlichen Kampf: Wie zum Teufel komme ich nun von hier nach Hause, ohne dass ich erfriere? Die Lösung war dann recht einfach: einfach über Düsseldorf (fast schon eine rituelle Reinigung ;-)) nach Krefeld fahren und zu Hause erstmals eine Tasse Tee genießen

Dies war live und exklusiv für euch, vom weißen Teppich aus Krefeld euer bahnfahrender Sensationsreporter Simon Lechner.

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