“One person’s craziness is another person’s reality.”
(Tim Burton)

Hallo, ihr Lieben!

Gestern hatten wir die Ehre, einem der ganz Großen begegnen zu dürfen. Anlässlich der Tatsache, dass das Max Ernst Museum Brühl des LVR zum ersten Mal in Deutschland eine Ausstellung des „Meisters“ zeigt, beehrte Mr. Burton gestern die Pressekonferenz, um sich den Fragen der Journalisten zu stelllen. Die Ausstellung hat bereits eine lange Reise hinter sich. So begeisterte sie schon in New York, Paris, Prag, Tokio und Osaka die Menschen, die sich regelmäßig in Burtons Traumwelten, irgendwo zwischen Humor und Horror wieder finden.

Die Ausstellung besteht aus über 500 Zeichnungen, Gemälden, Filmpuppen, Maquetten, Storyboards usw. und gibt einen privaten Einblick in den Kopf eines Mannes, dem wir nicht nur „Beetlejuice“, sondern auch Klassiker wie „Batman“, „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und „Sleepy Hollow“ zu verdanken haben.

All das nimmt den Besucher mit auf eine fantastische Reise, die bei den unverwirklichten Ideen Burtons beginnt, sich über „Nightmare before Christmas“ erstreckt und irgendwo zwischen, teilweise verstörenden, Polaroids endet. Burton bleibt sich bei allen Werken treu. Egal, ob auf Servietten, altem Zeitungspapier oder Leinwand: bei jedem der über 500 Stücke ist die unverkennbare Handschrift Burtons erkennbar. Wir fragen uns nach dem gestrigen Tag, wie oder von was man träumen muss, um einen derartigen Mix aus groteskem Horror und sympathischen Monstern zu kreieren. Burton kann’s.

tim_burton_austellung_156__DSC1664Und der Künstler selbst? Es ist wohl nicht zu verleugnen, dass Burton gestern ab der ersten Minute die Journalisten in seinen Bann nahm. Unglaublich sympathisch und dennoch mit dieser ganz besonderen „Hollywood-Aura“, sprach er über seine Werke, darüber, dass er lieber „in jail“ sitzen würde, als einem anderen Beruf nachzugehen, dass er Hunde liebe, da diese so unheimlich „pure“ seien und (lachend), dass sein „favourite part of the exhibition“ „the exit“ sei.

Um ehrlich zu sein, war Burton gestern genau so, wie wir uns ihn immer vorgestellt haben. Leicht zerzauste Frisur, eine beeindruckende Ausstrahlung und ein Sympathielevel, das seinesgleichen sucht. Teilweise hatten wir den Eindruck, dass Burton von all dem Rummel, trotz der Tatsache, dass er mittlerweile an diesen gewöhnt sein müsste, überwältigt war. Das Blitzlichtgewitter der Fotografen erwiderte er grinsend und setzte sich theatralisch die Sonnenbrille auf. So schnell er da war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Was bleibt, sind ganz besondere Werke, eine unvergessliche Pressekonferenz und das Flair, das die über 500 Ausstellungsstücke versprühen.

Nach dem gestrigen Besuch können wir euch „The World of Tim Burton“ uneingeschränkt empfehlen. Wer schon immer einmal „hinter die Kulissen“ eines Mannes blicken wollte, der uns mit seiner Genialität immer wieder überrascht, ist im Max Ernst Museum in den kommenden Wochen sehr gut aufgehoben.

Liebst,
Conny

Facts:

Öffnungszeiten:

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr sowie 26.12.2015
Geschlossen: Montag sowie 24.-25.12.2015, 31.12. und 1.1.

Eintrittspreise:

Erwachsene: 9,50 € / ermäßigt 5,50 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: Eintritt frei

Bildeindrücke der Ausstellung „The Wolrd of Tim Burton“
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