„Weißt du, es gibt alle möglichen Scheren und einmal gab es sogar einen Mann, der hatte Scherenhände.“

(„Edward mit den Scherenhänden“, 1991, u. a. mit Johnny Depp)

Hallo, ihr Lieben!

Der Meister gibt sich die Ehre! Tim Burton ist zweifelsohne ein Genie unserer Zeit. Seine Filme haben nicht nur eine enorme Aussagekraft, den nötigen Fantasyfaktor und Kultstatus, sondern auch genau DEN Wiedererkennungswert, der Tim Burton so unnachahmlich macht. Wer sich die Storylines aus „Beetlejuice“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Alice im Wunderland“ oder „Dark Shadows“ anschaut, weiß: DAS kann nur er.

Das Max Ernst Museum Brühl zeigt (als einzige Station in Deutschland) die Ausstellung des Künstlers („The World of Tim Burton“). Was wie ein schnell und einfach gewählter Titel gilt, trifft den Nagel auf den Kopf. Kaum ein anderer Künstler schafft es wie Burton, uns in eine Welt zu entführen, die teilweise spooky und wahrscheinlich genau deshalb so anziehend ist. Die Leinwand wird dunkel? Kein Problem! Burtons Zombies, Monster und Kreaturen sind zu sympathisch, um uns wirklich Angst zu machen… vielleicht. Ein bißchen.

•Tim Burton, Blue Girl with Wine, um 1997, Öl auf Leinwand, 71,1 x 55,9 cm, Privatsammlung, © 2015 Tim Burton, All Rights Reserved.

• Tim Burton, Blue Girl with Wine, um 1997, Öl auf Leinwand, 71,1 x 55,9 cm, Privatsammlung, © 2015 Tim Burton, All Rights Reserved.

„The World of Tim Burton“ gastierte bereits in Prag, in Tokio und Osaka. Nun ist Deutschland an der Reihe. Im Max Ernst Museum werden über 500 Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Forografien, Filme, Storyboards und persönliche Dokumente des Meisters präsentiert. Der Besucher erhält damit einen Blick hinter die Kulissen und in den künstlerischen Prozess der Ideenfindung.

Ein weiteres Highlight: die Requisiten und Puppen aus „The Nightmare Before Christmas“, einem Film, der uns dabei half, als Jugendliche ein Skelett im Weihnachtsmannkostüm irgendwie doch „ganz nett“ zu empfinden und zu erkennen, dass Antoine de Saint-Exupérys „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ definitiv auch für Burtons Figuren gilt. Burton schafft es jedoch auch, uns in die romantische Welt seiner Helden zu entführen. Wer hat sich bei „Corpse Bride“ nicht ein anderes Happy End gewünscht und der Leichenbraut ihren Traummann gegönnt?

Wir freuen uns sehr, dass Tim Burton selbst im August uns die Ausstellung bei einem Pressetermin vorstellen wird und sind vor allem gespannt darauf, ob ihn genau die Aura umgibt, die wir uns seit Jahren ausmalen.

Liebst,

Conny