Allein bei dem Wort „Kunst“ laufen viele schon weg oder hören ihrem Gegenüber gar nicht mehr zu.
Kunst steht bei vielen Deutschen auch nicht gerade an erster Stelle der Freizeitaktivitäten und so klagen viele Museen und Ateliers über schwindende Besucherzahlen.

Aber mal ehrlich: wer möchte sich in seiner Freizeit schon gerne ohne Essen oder bei diesen Außentemperaturen ohne ein Wasser durch die Museumshallen schleppen? Leider ist es genau das, was nicht gerne von den Museen gesehen wird: Essen und Trinken.

Wenn wir uns dann noch die kleinen Rabauken links und rechts im Schlepptau vorstellen, dann sieht ein entspannter Familienausflug bei vielen von euch bestimmt anders aus, oder?
Auch die Auswahl vieler Ausstellungen sprechen die Mehrheit von Einzelpersonen oder Familien nicht gerade an und mit „alten Meistern“ werden zwar kurzzeitig Besucher in das jeweilige Museum oder in die Ausstellung gelockt, aber ob dies dann von Dauer sein wird, ist mehr als fraglich.

kunstpunkte

Kunst?

Aber was passiert eigentlich, wenn die Künstler und die Ateliers einen anderen Weg einschlagen und einfach mal ihre Ateliers oder Kunstwerkstätten öffnen? Wenn die Menschen nicht nur das fertige Kunstwerk sehen dürfen, sondern dessen Entstehungsprozess? Was ist, wenn Besucher sogar die Künstler ansprechen dürfen bzw. sogar sollen? Wenn Kinder ausdrücklich erwünscht sind und es ein spezielles Angebot für sie geben würde?

Ist das nur eine Wunschvorstellung, um Menschen in die Ausstellungshallen der Republik zu locken? Nicht ganz! Denn seit nun 19 Jahren gibt es in Düsseldorf ein Angebot mit dem klangvollen Namen „Kunstpunkte“.

Das Tolle daran ist genau das, was ich gerade noch als Fragen in dem Text  geschrieben habe: Sowas gibt es wirklich! Einmal im Jahr öffnen an zwei Wochenenden die ansässigen Düsseldorfer Künstler ihre Ateliers und feiern mit den Besuchen ein rauschendes Kunstfest. Gerade für Familien, die ihren Kindern die Kunst und das Entstehen dieser näher bringen möchten ist „Kunstpunkte“ ein gelungener Termin, um die ersten Berührungspunkte zu schaffen.

Für Eltern, die lieber ohne Kind und Kegel die Kunstpunkte besuchen möchten und trotzdem die Jüngsten nicht von der Kreativität fernhalten wollen, haben die Verantwortlichen den Kulturrucksack ins Leben gerufen. Bei diesem können alle 10-14 jährigen zu ausgewählten Ateliers auf Entdeckungstour gehen, kommen mit den Menschen vor Ort ins Gespräch und erkunden somit die Düsseldorfer Stadtteile und Kulturszene auf ganz neue Art und Weise.

Also: sucht euch die Kunstpunkte 2015 eurer Wahl und dann heißt es „Erwachen, Erleben, Erfahren“ und berichtet uns von euren Ausflügen! Wir suchen eure Erlebnisse der Kunstpunkte 2015!

Schreibt uns an [redaktion@niveau-klatsch]

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter kunstpunkte.de