Hallo, ihr Lieben!

Der Herbst ist da. Das bedeutet, dass es durchaus wieder legitim ist, Kürbisse zu essen, Zimtsterne zu schmatzen und die ein oder andere Maß zu heben. Vanessa, Paddy und ich waren gestern abend für euch auf dem Oktoberfest unterwegs. Nicht in München, sondern in Oberhausen. Hier findet, direkt am CentrO, über einen Zeitraum von insgesamt 17 Tagen ebenfalls ein Event statt, bei dem es weder an traditioneller Musik, noch an „Hendl“, Käsespätzle und Co. mangelt, das Salzburger Oktoberfest. Auch das Rahmenprogramm begeistert.

Wir haben uns eine Show ausgesucht, die wohl nicht viele auf einem klassischen Oktoberfest vermuten würden. Harry Sher, seines Zeichens Gedankenleser bzw. Mentalist, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Publikum im Festzelt ab 20 Uhr -im wahrsten Sinne des Wortes- zu verzaubern.

salzburger_oktoberfest_harry_sher1Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass vielen Oktoberfestbesuchern sicherlich eher nach „Uffta- uffta“- Musik als nach wirklich tiefgründiger Unterhaltung zumute sein dürfte. Wer hier jedoch der Meinung war, Protagonist und Publikum würden nicht zusammenpassen, irrte gewaltig. Auch diejenigen, die schon das ein oder andere Sektchen intus hatten, waren spätestens nach den ersten zehn Minuten aufmerksame Zuschauer und -hörer. Kein Wunder!

Das dargebotene Programm war eine Mischung aus (uns) bekannteren und neuen Elementen aus Harrys aktueller Show „Hypnotica“. Egal, ob er eine Zuschauerin eine Zeitung in x-Stücke zerreißen ließ, um ein Wort, das sie sich auf dem letzten Schnipsel aussuchte, aus einem Umschlag in seiner Tasche zu zaubern oder ob er anscheinend in den Augen der Zuschauer lesen konnte, dass diese an einen Ehering, einen Golfball oder an ein Schiff dachten: der Applaus kam von Herzen. Oder wie meine Kollegin die Show so begeistert-treffend zusammenfasste: „What the f***? Wie macht der das?“.

Der gestrige Abend konnte beweisen, dass es sich für Gastronomen bzw. Eventmanager durchaus lohnen kann, einen Blick über den Tellerrand zu wagen und verschiedene Welten, Mystery und ein traditionelles Fest, verschwimmen zu lassen, seinen Gästen eben etwas zuzutrauen.

Der Veranstalter hat mit seiner Entscheidung für Harry Sher voll ins Schwarze getroffen. Der Mentalist passt nicht nur zur AIDA, sondern überzeugt auch in einer vielleicht eher ungewohnten Umgebung. Darüber waren sich gestern alle einig oder, wie es unsere Sitznachbarn formulierten: „Wow… und eigentlich wollte ich doch nur was trinken!“.

PS.: Das Oktoberfest am CentrO geht übrigens noch weiter. Alle Infos zum Programm findet ihr hier!