Hallo, ihr Lieben!

Am letzten Wochenende haben wir für euch die berühmte Cranger Kirmes besucht. Klassikersprüche wie: „Zieh den Hebel, mein Sohn!“, „Och, ein Bier geht noch!“ oder „Was kosten denn die Lose?“ findet man hier an jeder Ecke. Interessant wird es jedoch dann, wenn wir uns die Randdaten dieses Großereignisses anschauen. Immerhin muss es doch einen Grund dafür geben, weshalb sich jeden Tag mehrere tausend Menschen an einem Ort, mitten in der Stadt, versammeln, um Riesenrad zu fahren oder durch Spaßhäuser und Spukschlösser zu laufen.

Der Werbeslogan „Mittendrin statt nur dabei“ scheint auch für die Cranger Kirmes zu gelten. Auf der einen Seite Häuser, Restaurants, Kneipen… auf der anderen Seite die Angebote der Schausteller aus den unterschiedlichsten Bereichen. Im Herner Stadtteil treffen somit alteingesessene Gastronomen und Shopbesitzer einmal im Jahr auf die Menschen, die diese Kirmes so bunt und beschaulich machen.

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Cranger Kirmes 2016

Wahrscheinlich ist es unnötig zu erwähnen, dass unterhaltungstechnisch hier keine Wünsche offen bleiben. Mehrere riesige Losbuden, Geisterhäuser, Süßigkeitenstände, Karussells und Autoscooter sorgen dafür, dass auch am Sonntag morgen schon gegen 10.45 Uhr der Bär steppt. So richtig los geht es allerdings erst ab 11 Uhr. Nun füllen sich die ersten Fahrgeschäfte, es geht hoch hinaus auf dem Freefall-Tower und mindestens 5mal so schnell wieder herunter.

Wer jedoch viel austesten möchte, sollte nicht nur viel Zeit, sondern auch einiges an Bargeld mitbringen (EC-Automaten gibt es jedoch auch an mehreren Ecken!). Die Preise ähneln denen der Düsseldorfer Rheinkirmes und anderen Großveranstaltungen dieser Art. Die Kiddies kommen beispielsweise mit Karussellfahrten für um die 2,50 EUR auf Ihre Kosten, ein mittelgroßes Airbrush-Tattoo gibt es für ca. 5 EUR, der Besuch in einem Spaßhaus schlägt mit durchschnittlich 4,50 EUR zu Buche. Wer jedoch den absoluten Adrenalinkick erleben möchte und sich mit einschlägigen Fahrgeschäften, beispielsweise in einer Kugel und mit entsprechend weniger Teilnehmern in die Luft schießen lässt, zahlt teilweise deutlich mehr. Herzrasen gibt es entsprechend ab circa 6 EUR aufwärts.

Dankenswerterweise sind die Gänge auf der Cranger Kirmes an den meisten Stellen angenehm breit und auch somit für Rollstuhlfahrer gut passierbar. Eine Ausnahme bildet hier eventuell das Kopfsteinpflaster, das an einigen Wegen überrollt werden müsste. In der Regel sind die Stände so aufgestellt, dass es (zumindest zu „normalen“ Zeiten) nicht zu ungewolltem Kuscheln mit dem Nachbarn kommen muss. Wer Hunger hat, muss auch auf der Kirmes in Herne natürlich nicht nach Hause fahren. Pommes, Flammlachs, Pizza, Zuckerwatte… alles da! Und noch viel mehr! (Liebe Veggies, lasst euch von der „fiesen“ Werbung einiger Standbetreiber („Schweine können so lecker sein!“) nicht abschrecken! Ihr werdet etwas finden! Word.)

cranger kirmes_2016

Cranger Kirmes 2016

Gegen Abend, genau dann, wenn die Stimmung noch etwas feucht-fröhlicher werden wird, bieten Locations wie „Zum Ritter“, der Biergarten oder Steinmeisters Bierpavillion einiges an Events und Showacts. Dennoch ist es immer sinnvoll, schon vergleichsweise früh anzureisen, um nicht ab der Ausfahrt auf der Autobahn nur noch im Stop and Go voran zu kommen. Logischerweise werden volle Parkplätze eben irgendwann gesperrt und ihr müsst weiter laufen. Eine Alternative sind die Shuttle-Services, die von mehreren Stellen aus angeboten werden. Ach ja: für das PKW-Parken zahlt ihr die üblichen 5 EUR. Dafür genießt euer Auto einen bequemen Parkplatz ohne Risiko auf ein Knöllchen. Motorrad- und Radfahrer zahlen übrigens weniger.

Eins steht fest: ein Besuch auf der Cranger Kirmes lohnt sich definitiv! Endlich mal wieder Remmi-Demmi, nette Menschen und Autoscooter-Mucke in einem… und „euer Freund und Helfer“ passt natürlich auch auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Wie heißt ein bekanntes Buch? „Sorge dich nicht, lebe!“. In diesem Sinne: Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt! Tröööt!

Liebst,

Conny

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