Bevor die Vorstellung der neuen WDR-Serie „Die Mockridges – Eine Knallerfamilie“ richtig losging, war der gute Bill Mockridge noch so nett und hat uns in einem Interview in Köln Rede und Antwort gestanden. Auch seine Frau Margie Kinsky ließ es sich nicht nehmen, kurz über ihre Rolle in der Serie zu sprechen. Im realen Leben, wie auch in der Sendung, sind die beiden schließlich die Eltern von sechs Bengeln, von denen Luke zurzeit große Erfolge im Fernsehen und auch bei Youtube feiert.
Demnach haben wir erfahren, wie die Dreharbeiten genau waren und wie es sich für die beiden angefühlt hat, wenn einer der sechs Söhne wieder zu Hause einzieht, nachdem der letzte Sprössling doch gerade erst endlich ausgezogen ist. Dies und mehr erfahrt ihr in den folgenden Zeilen, viel Spaß dabei.
Vielen Dank noch einmal an Bill und Margie Mockridge für das Interview!

Dennis: „Vielen Dank erst einmal für das Interview. Stellt doch am besten erst einmal eure Rollen vor.“
Bill: „Also, ich spiele Bill, das Familienoberhaupt von den Mockridges. Ich habe sechs Söhne und eine Frau, die ich abgöttisch liebe. Ich bin ein begeisterter Schauspieler und Comedian und möchte natürlich als Figur immer meinen Beruf ausüben. Das heißt, ich bin relativ ehrgeizig als Comedian.“
Margie: „Ich bin Margie, die Mama. Und da ist es auch nicht sehr viel anders als zu Hause. Die sechs Jungs, der Holzfäller, der Hund und immer irgendwie Stress oder ein Problem. Das musst du dann mit Humor und List alles lösen.“

Dennis: „Und wie ist das für Mama und Papa, dass der Luke jetzt auf einmal wieder nach Hause kommt?“
Margie: „Eigentlich finden wir das schrecklich, aber ganz tief in unserem Herzen finden wir es schön, dass wieder der Kühlschrank voll ist und dass wieder was los ist. Und, dass man sich wieder aufregen kann. Wenn du alleine lebst, kannst du dich ja nicht mehr aufregen.“
Bill: „Aber wenn die natürlich zurück in die Familie kommen, bringt das natürlich jede Menge Turbulenzen, Spannungen und Schwierigkeiten mit. Wenn seine Freundin da plötzlich auftaucht und die Mama für die Putzfrau hält, ist natürlich der Streit vorprogrammiert.“

Dennis: „Da geht es zu Hause dann wahrscheinlich sehr wild zu. Aber als Rolle habt ihr ja eigentlich ganz andere Pläne…“
Margie: „Ja genau. Ich möchte eine Tournee machen, ich möchte mein Programm rausbringen und durch ganz Deutschland touren und das findet er gar nicht komisch. Er möchte als junger, 45-jähriger Tri-Athlet, als junger Schauspieler, durchgehen, richtig?(schmunzelt)“
Bill: „Ja, ich mache auch eine Tournee, nur ich möchte eigentlich, dass Margie mitkommt und Karten abreißt und mich unterstützt. Ich bin dann völlig überrascht, dass sie nein sagt und ein eigenes Programm machen möchte.“

Dennis: „Bestand schon lange der Wunsch gemeinsam mit der Familie etwas zu machen?“
Margie: „Wir wären selber nie so richtig auf die Idee gekommen, das kam von Karin Kuhn.“
Bill: „Genau, Karin Kuhn ist eine Redakteurin beim WDR. Sie hat die Idee ziemlich genau vor einem Jahr gehabt. Sie hat mich angerufen und gesagt: „Bill, wir wollen mit dir, Margie und Luke eine Sendung machen.“ Dann sind wir zusammen auf die Idee gekommen zu sagen, dass nicht nur wir drei, sondern alle acht mitmachen sollten. Das Leben der Mockridges ist fiktiv, baut dafür aber auf realen Figuren auf.“

 

Fam Mockridges

Fam Mockridge

Dennis: „Wie genau war die Zusammenarbeit?“
Margie: „Super, für mich war das toll! Erst einmal konnten wir zwei abends immer schön zusammen den Text lernen. Wir spielen ja uns und dann noch mit Luke dabei,… echt toll. Dann spielen wir in einem Haus, das so ähnlich ist, wie unseres. Da sind die gleichen Klamotten, die da hängen und wir sind als Familie dort zusammen. Das war richtig schön.“

Dennis: „Das war ja mit Sicherheit eine ganz besondere, ich sage jetzt einmal „Arbeitsatmosphäre“.“
Bill: „Sicher. Aber wir sind darin zu Hause, da wir ja alle Schauspieler oder Comedians sind. Sobald jemand etwas sagt, dann fangen wir alle an, irgendeine Szene zu spielen. Das heißt, wir sind es sehr gewohnt, miteinander zu spielen. Klar, in diesen Situationen war der Text vorgegeben, aber der Luky hat viele gute Ideen. Die Margie sagt immer wieder Sätze, die super witzig sind. Das heißt, wir haben ein bisschen improvisiert, aber es war nicht viel anders, als zu Hause.“

Dennis: „Gab es denn für euch besondere Momente, die euch in Erinnerung geblieben sind?“
Bill: „Ich glaube das war, als ich zum ersten Mal in dieses Haus hineingegangen bin. Als wir dann gesehen haben, dass die Ausstattungsleute vom WDR mit so viel Liebe und so viel Herzblut dieses Haus umgestellt haben und mehr zu unserem Haus gemacht haben. Unsere Bilder waren da, unsere Statuen.“
Margie: „Auch der Hund, der spielt natürlich auch mit. Berta ist dabei.“
Bill: „Der ganze Garten wurde so gestaltet, wie es bei uns auch war. Das hat mich so gerührt, weswegen ich gesagt habe, dass ich hoffe, dass dieses Haus nicht nur für vier Sendungen genutzt wird, sondern für sehr viele Sendungen. Geschichten haben wir so viele, da können wir noch für 20 Jahre die Mockridges produzieren.“

Dennis: „Ich wollte es gerade sagen, da steckt viel Potential dahinter.“
Bill: „Ja, genau. Eine Folge geht 30 Minuten und es geht darum zu sehen, ob die deutschen Zuschauer das mögen, ob sie es witzig finden. Und ob sie sagen: “Wir wollen mehr Geschichten von dieser Familie hören und sehen!“.“

Dennis: „Dadurch, dass Luke zurzeit sehr stark im Kommen ist, kann das ja sehr gut passieren…“
Margie: „Luke zieht die Jugend, ich ziehe die Mamas und Muttis und er (Bill) hier zieht die ganzen Lindenstraßen-Fans.“

Dennis: „Eben, da kommen ja auch noch die ganzen Lindenstraßen-Zuschauer hinzu…“
Bill: „Und Lenny hat die Titelmusik geschrieben, er ist Komponist für Film und Fernsehen. Er hat die Titelmusik eingereicht, unsere Redaktion fing anschließend an zu tanzen und sagte einfach nur: „Super!“.“

Dennis: „Dann weiß man ja eigentlich schon ein wenig wie es wäre, wenn Luke tatsächlich zurückkommen würde, oder?“
Bill: „Es wäre sicher turbulent, weil er sein ganzes Leben mit nach Hause bringen würde. Wie in der Sendung. Also, er hat ein super Leben, wenn er das mit nach Hause bringen würde, müssten wir zwei Alten erst einmal schlucken.“
Dennis: „Hattet ihr beim Projektstart denn schon eine genaue Vorstellung, wie es aussehen soll?“
Bill: „Also es sollten schon die Mockridges sein. Es musste wirklich an den Gegebenheiten und an den Figuren der Mockridges hängen. Bill ist nicht jemand, der ständig Seitensprünge hat. So bin ich nicht. Ich liebe meine Frau. Die Handlung ist wirklich an den Figuren festgehalten. Aber wie sich die Geschichten genau entwickeln haben die Autoren gemacht und das ist sehr gut gelungen.“

Dennis: „Es ist zwar noch nicht klar, wie es nach den vier Folgen weitergeht, aber der Wunsch scheint ja auf jeden Fall zu bestehen…“
Bill: „Wie gesagt, wir haben da noch Geschichten für 20 Jahre. Oder lass uns lieber für 20 Sendungen sagen.“

Dennis: „Hast du denn auch eine Lieblingsszene innerhalb der Serie?“
Bill: „Ich finde den Schluss der zweiten Folge gut. Margie trifft sich mit einem früheren Liebhaber aus Rom und möchte natürlich gucken, ob sie gut ankommt bei ihm. Bill hat dagegen Probleme mit seinem Alter und stellt sich bei einem jungen Filmemacher vor, der ihn für eine Rolle haben will. Margie und Bill scheitern beide. Sie stellen fest, Luigi ist ein absoluter Idiot und Bill ist nicht als junger Schauspieler gewollt, sondern er soll als alter, seniler Trottel für diesen Film genommen werden. Als sie dann nach Hause kommen, machen sie aus, dass sie sich nicht mehr für andere Leute verbiegen wollen. Lass uns so bleiben, wie wir sind, denn so sind wir okay. Und das als Ende so im Wohnzimmer und im Kerzenschein, ich finde, das ist ein sehr schöner Schluss.“

Dennis: „Ich bedanke mich herzlich für das Interview und freue mich auf die Vorführung gleich!“