Lasst uns über den Tod sprechen…

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Grabschmuck_Symbolbild

Wer jetzt denkt, hier käme ein absoluter Stimmungskiller-Post, wird hoffentlich mit den folgenden Zeilen eines Besseren belehrt. Seien wir ehrlich (und realistisch): das Leben ist endlich.

Und klar: man macht sich auch Gedanken darüber, wie man das Jenseits verbringen möchte, oder? Ich – für meinen Teil – habe mich schon immer gegen eine klassische Sargbestattung ausgesprochen. Ich möchte kein Tamm-Tamm, sondern etwas, was zu mir passt. Asche im Wald verstreuen, im Meer, wo auch immer! Jemand, der zu Lebzeiten gerne „on tour“ war, möchte sicherlich nicht bis zur Zombie Apokalypse in einer Kiste eingesperrt sein.

Vor Kurzem habe ich aber eine weitere Möglichkeit gefunden, die ich – ehrlich gesagt – sehr edel finde: die Diamantbestattung.

Wie funktioniert die Diamantbestattung?

Das Prinzip klingt einfach: bei einer Diamantbestattung wird die Asche der Liebsten in einen Diamanten verwandelt. Die Familie hat so die Möglichkeit, den Verstorbenen nicht nur im Herzen, sondern auch als Schmuckstück bei sich zu tragen. Die Idee empfinde ich als unglaublich schön.

Immerhin entsteht so ein ganz besonderer Bezug zu einem Schmuckstück, das dann weitaus mehr wert ist als alle Edelsteine der Welt.

Wie groß der Diamant letztendlich wird, hängt von verschiedenen Faktoren… natürlich auch von der Menge der Asche und dem zur Verfügung stehenden Budget ab. Zudem dauert es ein wenig, bis ihr eure Lieben als Schmuckstück bei euch tragen könnt. Die Herstellung eines großen Steins dauert zwischen sechs und 12 Monate.

Fazit

Je öfter ich mich in der Vergangenheit mit den besonderen Charakteristika einer Diamantbestattung auseinandergesetzt habe, umso mehr habe ich erkannt, dass ich den Gedanken überhaupt nicht mehr „creepy“ finde. Ich persönlich würde mich unglaublich geehrt fühlen, wenn meine Lieben mich gerne bei einigen ihrer Unternehmungen dabei hätten und meine Asche entsprechend irgendwann einmal entsprechend verarbeiten lassen.

Aber: gelebt und gestorben wird immer noch individuell. Daher gehen die Meinungen zu diesem – durchaus spannenden – Thema sicherlich auch in Zukunft auseinander.

Liebst,

Conny

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