Erinnert ihr euch auch noch daran, als ihr nächtelang durchfeiern konntet und am nächsten Morgen dennoch ausgesehen habt, wie Lady Lockenlicht?

Heute, mit Ü30, sieht die Welt schon ein wenig anders aus, oder? Schon nach einem ausgedehnten Binge Abend auf der Couch finden wir sie am nächsten Morgen im Spiegel: die Tränensäcke. (Übrigens nicht zu verwechseln mit den Augenringen! Denn: Tränensäcke sind die meist hautfarbenen Säckchen, die die Augenpartie so aufgedunsen aussehen lassen. Augenringe sind die dunklen Verfärbungen. Wer den Jackpot geknackt hat, hat übrigens beides.)

Wir haben uns vor Kurzem mit Dr. Richard Nagy aus der Schweiz unterhalten. Im ersten Schritt wollten wir natürlich wissen, wo Augenringe eigentlich herkommen (wer seinen Feind kennt, kann ihn immerhin auch bekämpfen, oder?).

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Dr. Nagy erklärt uns unter anderem, dass es sich bei Tränensäcken um kein klassisches Altersproblem handelt. Auch jüngere Menschen zwischen 20 und 30 Jahren können hiervon betroffen sein. Die Ursachen? Eine Erschlaffung des Bindegewebes, eine ungesunde Lebensweise (mit beispielsweise wenig Schlaf, viel Alkohol und Nikotin) und/ oder Wasser- und Fettansammlungen, die über das Lymphsystem angeschwemmt werden und sich dann unter den Augen breitmachen. Zu guter Letzt können Tränensäcke aber auch genetisch bedingt sein.

So kann Tränensäcken vorgebeugt werden

Es scheint sogar vergleichsweise leicht zu sein, Tränensäcken den Kampf anzusagen bzw. sie garnicht erst entstehen zu lassen.

Wer hier seine Möglichkeiten ausschöpfen möchte, sollte unter anderem…:

  • Wert auf einen gesunden Lebensstil legen
  • regelmäßig Sport treiben
  • auf Nikotin und Alkohol möglichst verzichten
  • seinen Salzkonsum einschränken
  • mindestens sieben Stunden in der Nacht schlafen.

Achtung: Tränensäcke können auch ein Zeichen verschiedener Krankheiten (vor allem im Nieren- bzw. Herzbereich) sein. Im Zweifelsfall solltet ihr euch immer vom Hausarzt bzw. dem Spezialisten durchchecken lassen!

Omis Hausmittel gegen Tränensäcke

Auch rund um den Bereich der Tränensäcke gibt es sie natürlich: Omas Hausmittel, mit denen sich oft schon viel erreichen lässt. Unter anderem könnt ihr kurzfristig versuchen, Tränensäcken mit…:

  • verschiedenen Hautpflegeprodukten (zum Beispiel Q10- oder Hyaluroncremes)
  • kühlen Gurkenscheiben
  • einem kühlen Löffel
  • Quark

zu Leibe zu rücken. Wer möchte, kann auch versuchen, seine „Problemzone“ zu überschminken. Als „Grundregel“ gilt hierbei nur: bitte nicht zu auffällig! Ansonsten betont ihr die Augenringe anstatt sie zu kaschieren.

Mit und ohne OP – zwei Behandlungen in der Übersicht

Gurkenscheiben helfen nicht mehr? Dann ist es wohl an der Zeit, den Tränensäcken auf andere Weise Herr zu werden.

Grundlegend habt ihr hier zwei Möglichkeiten: eine operative Lösung und die Behandlung mit dem Laser.

Im Zuge der OP wird die Haut gestrafft und gegebenenfalls Fett abgesaugt. Beim Laser profitiert ihr von dem Vorteil, dass so gut wie keine Narben zurückbleiben. Der Nachteil: die Augenringe können leider wiederkommen.

Beide Behandlungen dauern circa 1 bis 2 Stunden und werden unter Vollnarkose durchgeführt. In der Regel werdet ihr 1 bis 2 Tage stationär aufgenommen. Die Kosten? Der Preis für die Laser- bzw. die OP Variante liegt bei circa 2.500 bis 4.000 Euro.

Wichtig für ein optimales Endergebnis ist natürlich auch eine entsprechende Nachsorge. Diese beinhaltet, dass ihr beispielsweise in den ersten sechs bis acht Wochen starke Anstrengungen vermeiden solltet. Zudem gilt…:

  • Bis die Wunden komplett verheilt sind, dürft ihr in diesem Bereich kein Make Up tragen
  • Regelmäßig kühlen
  • Kein Solarium und kein ausgedehntes Sonnen!
  • Den Kopf nachts am besten hochlagern
  • Schonen, schonen, schonen (bitte auch längere PC- und TV- Sessions vermeiden!)

Die Nachsorge wird dann beim entsprechenden Chirurgen vorgenommen. Dieser zieht nach ein paar Tagen nicht nur die Fäden, sondern versorgt euch auch mit Salben und Co..

Liebst,

Conny